Genug ist genug! Die Überlebenden des Highschool-Massakers von Parkland machen mobil gegen die laschen US-Waffengesetze – und gegen Präsident Trump.

Der jüngste Amoklauf mit 17 Toten müsse DER Wendepunkt sein. «Entweder seid ihr Politiker mit uns oder gegen uns. Wir verlieren hier unsere Leben, während die Erwachsenen herumtrödeln», sagte Schüler Cameron Kasky auf CNN an die Adresse der Politiker. 

Cameron Kasky's Appell auf CNN.

Ihre Botschaft konnten die Teenager auf allen grossen US-Fernsehsendern verbreiten.

Und so wollen sie Druck aufsetzen: 

1. Kein Geld mehr von der NRA

Im Visier haben die Schüler insbesondere die US-Waffenlobby NRA. So soll die Organisation etwa US-Präsident Trump mit über 30 Millionen Dollar Wahlkampfspenden «gekauft» haben. In der Tat: Er werde die NRA nie im Stich lassen, sagte der US-Präsident später bei einer Rede. 

«Wenn ihr weiterhin Geldspenden von der NRA akzeptiert, verdient ihr bei den nächsten Wahlen ein Abzeichen der Schande! Ihr macht diese Massaker so erst möglich», so Kasaky weiter. 

Tatsächlich sind die Waffengesetze in den USA so was von absurd. In zahlreichen US-Bundesstaaten können Teenager mit 18 zwar ein Sturmgewehr wie die AR-15 kaufen, auf ein Bier müssen sie derweil noch bis 21 verzichten. 

2. Der Marsch fürs Leben

Die fünf Überlebenden wollen aber nicht einfach nur grosse Worte an die Fernsehzuschauer richten, sondern den Aufstand der US-Teenager gleich selbst anführen. Am 24. März planen sie einen landesweiten «Marsch fürs Leben» nach Washington, um Druck auf die Politiker auszuüben. 

«Die Menschen sagen, jetzt sei es nicht an der Zeit, über Waffengesetze zu diskutieren. Wir sagen nun wann. Am 24. März gehen in jeder Stadt dieses Landes die Schüler auf die Barrikaden», kündigt Kasaky an.

3. Die prominenten Unterstützer

Auf sozialen Medien verbreitet sich der Hilferuf der Teenager rasend schnell. Ob Justin Bieber oder Alyssa Milano: Zahlreiche US-Promis haben bereits zugesagt, dass sie den Marsch fürs Leben unterstützen. 

4. Das sagt Trump

Donald Trump hat nach dem Amoklauf tunlichst vermieden, das Thema Waffengesetze anzusprechen. Stattdessen nutzte er den Amoklauf gar, um wegen der Russland-Affäre gegen das FBI zu schiessen. 

Und rief in einem Tweet die Schüler auf, auffällige Klassenkameraden zu melden. 

«Schämen Sie sich»: Die Wutrede auf die Reaktion von Trump geht schon viral.