Religion

Kundgebungen in Brüssel und Wien gegen Gewalt an Christen im Irak

Kundgebungsteilnehmer halten Bilder von christlichen Opfern in den Händen

Kundgebungsteilnehmer halten Bilder von christlichen Opfern in den Händen

Tausende Menschen aus ganz Europa haben am Samstag in Brüssel gegen die jüngste Eskalation der Gewalt gegen Christen im Irak protestiert. Diese würden im Irak systematisch angegriffen.

"Wir wollen, dass unsere Stimmen von der europäischen Gemeinschaft gehört werden", sagte Suleyman Gultekin von der European Syriac Union (ESU), die die Kundgebung organisiert hatte.

Trotz strömenden Regens nahmen an der Demonstration nach Polizeiangaben 4000 Menschen teil, laut Veranstalter lag die Teilnehmerzahl weit höher. Die Demonstranten trugen Bilder der beiden jüngst getöteten Priester und verurteilten die Gewalt gegen Christen. Sie skandierten Parolen auf Französisch, Englisch und Arabisch.

Auch in Wien gingen Menschen auf die Strasse. Nach Angaben der Veranstalter demonstrierten 3000 Teilnehmer in der österreichischen Hauptstadt gegen die Gewalt gegen Christen im Irak. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 800.

In der jüngsten Vergangenheit kam es gehäuft zu Gewaltakten gegen Christen im Irak. Ende Oktober stürmten Bewaffnete einen Sonntagsgottesdienst in Bagdad und töteten 68 Menschen, darunter auch zwei Priester. Am Mittwoch kamen bei einer Anschlagsserie gegen Häuser von Christen in der irakischen Hauptstadt fünf Menschen ums Leben, 20 wurden verletzt.

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