Irland

«Ja, ich will»: das Gesetz für die Homoehe tritt in Kraft

In Irland können sich homosexuelle Paare seit Montag das Ja-Wort geben. Sechs Monate nach dem historischen Volksentscheid für die Homoehe trat zu Wochenbeginn ein entsprechendes Gesetz in Kraft.

Auch bereits im Ausland geschlossene Ehen gleichgeschlechtlicher Partner werden nun in Irland anerkannt.

Die Iren hatten am 22. Mai mit 62,1 Prozent für Eheschliessungen "ungeachtet des Geschlechts" votiert. Es war das erste Mal, dass die Homoehe per Volksentscheid eingeführt wurde - und dies in einem streng katholischen Land. International sorgte das Referendum im Mai für grosses Aufsehen.

"Nach Jahren des Wartens ist dies ein aussergewöhnlicher Moment für uns", hob die Senatorin Katherine Zappone hervor, die an der Spitze der Bewegung zur Einführung der Homoehe in Irland war. Sie hatte noch im Jahr 2006 eine Niederlage vor dem höchsten Gericht Irlands erlitten, von dem sie gefordert hatte, ihre in Kanada mit ihrer Partnerin geschlossenen Hochzeit anzuerkennen.

Seit der Einführung einer zivilrechtlichen Partnerschaft in Irland im Jahr 2011 hatten insgesamt 2054 Paare von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Sie müssen nun einen neuen Termin machen, um die Partnerschaft in eine Ehe umzuwandeln.

Dem irischen Gesetz zufolge müssen Paare ihre Heiratsabsicht drei Monate vorher anmelden. Diejenigen, die bereits eine eingetragene Partnerschaft eingegangen sind, sollen ein beschleunigtes Verfahren erhalten.

Die 187 Paare, die sich seit dem Referendum für eine eingetragene Partnerschaft angemeldet haben, können nun gleich heiraten. Lesben- und Schwulen-Organisationen rechnen mit einem wahren Ansturm an den Standesämtern.

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