Italien

Italien verschärft Corona-Massnahmen für weitere Regionen

Medizinisches Personal in Schutzkleidung steht in der Notaufnahme des Cardarelli-Krankenhauses. Foto: Alessandro Pone/LaPresse/AP/dpa

Medizinisches Personal in Schutzkleidung steht in der Notaufnahme des Cardarelli-Krankenhauses. Foto: Alessandro Pone/LaPresse/AP/dpa

Die italienische Regierung hat weitere Verschärfungen für einige Regionen im Kampf gegen das Coronavirus vereinbart. Die süditalienische Region Kampanien und die Toskana werden zu Roten Zonen, wie Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza Freitagnacht auf Facebook mitteilte.

Damit gelten für insgesamt sieben Regionen die strengsten Corona-Massnahmen. Zudem würden die nördlicher gelegenen Regionen Emilia-Romagna und Friaul-Julisch Venetien sowie Marche im Osten des Landes in die Kategorie der mittleren Risiko-Zonen (orange) eingeteilt.

"Es gibt keinen anderen Weg, um die Zahl der Todesfälle zu reduzieren und die Ansteckungen zu verringern", schrieb Speranza in seinem Post. Für den überwiegenden Teil Italiens gelten damit strenge Corona-Auflagen. Das Land ist in drei Zonen eingeteilt. In der Roten herrscht gewissermassen ein Lockdown. In der Orangen Zone ist die Bewegungsfreiheit über die Kommunen und Regionen hinaus ohne Angabe bestimmter Gründe eingeschränkt. Italien verzeichnete am Freitag mit knapp 41 000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert.

Nach dem aktuellen Lagebericht des Gesundheitsministeriums sank jedoch der Reproduktionswert von 1,7 auf 1,4. Das bedeutet, dass ein Infizierter 1,4 Menschen im Schnitt ansteckt. Ministerpräsident Giuseppe Conte sah darin, dass die bisher getroffenen Massnahmen Wirkung zeigten.

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