Iran - Atomstreit

Iran kündigt neue Verhandlungen über Atomstreit an

Der iranische Vizeaussenminister Abbas Araqchi

Der iranische Vizeaussenminister Abbas Araqchi

Der iranische Vizeaussenminister Abbas Araqchi hat am Samstag angekündigt, dass das iranische Atomverhandlungsteam mit Vertretern «einiger Mitgliedstaaten» der Gruppe 5+1 in Genf zusammentreffen werde.

Die Gespräche würden auf der Ebene der stellvertretenden Leiter der Verhandlungsdelegationen stattfinden, sagte Araqchi nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur FARS. Unter Berufung auf informierte Quellen berichtete FARS weiter, dass die iranische Delegation am Montag und Dienstag in Genf mit den US-Unterhändlern Gespräche führen werde.

Nach Angaben des US-Aussenministeriums wird das Treffen auf US-Seite von Vizeaussenminister William Burns und Staatssekretärin Wendy Sherman geleitet. Das US-Aussenministerium bezeichnete die für Montag und Dienstag angesetzten Gespräche als "Konsultationen".

Laut FARS ist am Mittwoch und Donnerstag ein Treffen mit der russischen Delegation in Rom geplant. Der Iran bemühe sich um weitere bilaterale Treffen mit Mitgliedern der 5+1, hiess es. Zu der Gruppe zählen die fünf UNO-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich, Grossbritannien sowie Deutschland.

Sie hatten mit dem Iran im November in Genf ein Zwischenabkommen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms abgeschlossen. Eine umfassendere Vereinbarung soll folgen. Die nächste Runde der Verhandlungen mit Teheran im Rahmen der Sechsergruppe ist für den 16. Juni geplant.

Bei der vierten Verhandlungsrunde Mitte Mai in Wien waren keine Fortschritte bei dem Versuch erzielt worden, einen Text für eine abschliessende Vereinbarungen zur Beilegung des Atomstreits zu formulieren.

Teheran machte "exzessive Forderungen" der USA dafür verantwortlich. So fordert Washington, auch das iranische Raketenprogramm in die Verhandlungen einzubeziehen, was Teheran aber strikt ablehnt.

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