Aus Ilhan Omars Sommerreise nach Israel und ins palästinensische Westjordanland wird nichts: Israel verweigert der demokratischen Abgeordneten aus Minnesota die Einreise und befolgt damit den Rat von US-Präsident Donald Trump. Der hatte zuletzt auf Twitter mitgeteilt, dass es «ein Zeichen grosser Schwäche» wäre, wenn Israel die «Juden-Hasserin» Omar reinlassen würde.

Die 36-jährige gebürtige Somalierin, die als 12-Jährige mit ihrer Familie in die USA migrierte und mit 17 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt, stellte klar, dass sie weder die Juden noch den Staat Israel hasse. Die Politikerin, die am linken Rand der US-Demokraten agiert, steht aber zu ihrer Kritik am «Apartheid-Staat» Israel, den sie für seinen Umgang mit der palästinensischen Bevölkerung kritisiert.

Die dreifache Mutter, die als Kind vier Jahre in einem Flüchtlingslager lebte, bleibt also diesen Sommer zuhause in Amerika. Dass ihre berühmte Mama nicht ins Flugzeug steigt, wird ihre älteste Tochter, Isra Hirsi, freuen: Sie ist eine der drei Hauptorganisatorinnen der amerikanischen Klimastreik-Bewegung.