Das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff war 2013 nach einer Protestaktion im Arktischen Ozean bei Murmansk von russischen Einheiten geentert und die Mannschaft festgenommen worden. Das Gericht hatte bereits 2015 geurteilt, dass Russland unrechtmässig gehandelt habe.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte mit der Arctic Sunrise im September 2013 gegen Ölbohrungen des russischen Unternehmens Gazprom protestiert. Das Schiff war erst ein Jahr später beschädigt nach Amsterdam zurückgekehrt.

Russland muss nach dem Richterspruch nun den Schaden am Schiff und eine Entschädigung für die Festnahmen bezahlen. Die niederländische Regierung äusserte sich zufrieden und forderte Russland auf, den Betrag zu bezahlen. Russland hatte allerdings die Befugnis des Gerichts in dieser Frage nie anerkannt.