Venezuela

EU verurteilt Festnahme von Guaidó-Vertrautem Zambrano in Venezuela

Der Vizepräsident der venezolanischen Nationalversammlung, Edgar Zambrano (links), ist am Mittwoch (Ortszeit) vom örtlichen Geheimdienst festgesetzt worden. (Archivbild)

Der Vizepräsident der venezolanischen Nationalversammlung, Edgar Zambrano (links), ist am Mittwoch (Ortszeit) vom örtlichen Geheimdienst festgesetzt worden. (Archivbild)

Die EU hat die Festnahme eines Vertrauten des selbsterklärten Übergangspräsidenten Juan Guaidó in Venezuela scharf kritisiert. Die Aktion sei «politisch motiviert» und ziele darauf ab, «die Nationalversammlung zum Schweigen zu bringen».

"Die Festnahme des Vizepräsidenten der Nationalversammlung, Edgar Zambrano, (...) ist eine weitere gravierende Verletzung der Verfassung des Landes", erklärte eine Sprecherin der Aussenbeauftragten der EU am Donnerstag in Brüssel.

Zambrano ist ein enger Vertrauter des venezolanischen Oppositionsführers Guaidó und dessen Stellvertreter als Präsident der Nationalversammlung. Beamte des Geheimdienstes hatten ihn am Mittwoch festgenommen, weil er den gescheiterten Umsturzversuch gegen den linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro vor gut einer Woche unterstützt hatte.

Zambrano ist einer von inzwischen zehn Oppositionsabgeordneten, gegen die wegen ihrer Unterstützung des gescheiterten Aufstands vom 30. April Strafverfahren wegen "Hochverrats" und "Verschwörung" eingeleitet wurden. Die von der Regierung kontrollierte verfassunggebende Versammlung hatte seine parlamentarische Immunität bereits am Dienstag aufgehoben.

Guaidó liefert sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf mit Maduro. Der Oppositionsführer wurde von rund 50 Staaten, darunter Deutschland, als Übergangspräsident anerkannt. Maduro stützt sich vor allem auf das Militär des Landes; er wird unter anderem auch von Russland unterstützt.

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