Gluschkows Tochter Natalia fand ihn in seinem Haus im Londoner Stadtteil New Malden, wie britische und russische Medien berichteten.

Gluschkow hatte demnach für Unternehmen des Kreml-Kritikers Beresowski gearbeitet, der seinerseits 2013 unter ungeklärten Umständen nahe London gestorben war.

Die russische Zeitung "Kommersant" berichtete, der Leichnam weise "Strangulierungs-Spuren" auf. Die britische Anti-Terror-Polizei leitete nach eigenen Angaben eine Untersuchung zu dem neuerlichen Todesfall ein. Es gebe aber keine Hinweise auf eine Verbindung zum Fall Skripal. Der Ex-Doppelagent Sergej Skripal und dessen Tochter waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank entdeckt worden.

In der Affäre um den Giftanschlag auf Skripal verlangten Deutschland und die USA von Moskau Antworten auf die Anschuldigungen der britischen Regierung, die am Mittwoch über Sanktionen beraten will.

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilte den "inakzeptablen" Giftanschlag und sagte May seine Unterstützung zu. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, der Einsatz eines jeden Nervenkampfstoffes sei "abscheulich" und "völlig inakzeptabel".

Russland wies am Dienstag ein britisches Ultimatum zurück und richtete seinerseits schwere Vorwürfe gegen London. Das Aussenministerium in Moskau nannte die Anschuldigungen einen "schmutzigen Versuch der britischen Behörden, Russland in Verruf zu bringen".

Die britische Regierung, die Moskau hinter dem Anschlag vermutet, hatte der russischen Regierung ein Ultimatum bis Dienstag um Mitternacht gestellt und mit Sanktionen gedroht.

Skripal und seine Tochter waren am 4. März in Salisbury südwestlich von London bewusstlos auf einer Bank aufgefunden worden. Sie wurden mit lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Im Fall Gluschkow sieht die Polizei derzeit keine Verbindung zum Attentat auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter. Die beiden waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden.

Sie befinden sich nach britischen Angaben in einem kritischen Zustand. Bei dem Attentat war das in der Sowjetunion in den 1970er und -80er Jahren produzierte, extrem gefährliche Nervengift Nowitschok verwendet worden.