das teilte die Wahlkommission am Samstag nach Auszählung aller Wahlkreise auf ihrer Internetseite mit.

Es ist das schlechteste Ergebnis der Partei seit dem Ende des rassistischen Apartheid-Regimes 1994. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 65 Prozent einen historischen Tiefstand. Rund 27 Millionen Südafrikaner waren am Mittwoch aufgerufen gewesen, Parlament und Provinzvertretungen zu wählen.

Beobachter hatten angesichts der Unzufriedenheit im Land wegen Korruptionsskandalen, Arbeitslosigkeit und Armut mit Verlusten für den einst vom Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela geführten ANC gerechnet.

Die führende Oppositionspartei, die Demokratische Allianz (DA), gab leicht nach von 22 auf knapp 20,8 Prozent der Stimmen. Die linksgerichtete Partei der Wirtschaftlichen Freiheitskämpfer (EFF) hingegen kletterte von sechs auf 10,8 Prozent. Die Populisten hatten gezielt um die Stimmen schwarzer Südafrikaner geworben, die vom ANC enttäuscht sind. Eine betont konservative Partei der weissen Minderheit, VF Plus, legte von 0,9 auf knapp 2,4 Prozent zu.

In Südafrika wählt das Parlament auch den neuen Staatschef. Damit scheint dem ANC-Vorsitzenden Cyril Ramaphosa eine zweite Amtszeit als Präsident sicher.

Er war erst im Februar 2018 an die Staatsspitze gelangt, nachdem der damalige Präsident Jacob Zuma infolge schwerer Korruptionsvorwürfe zurückgetreten war. Ramaphosa versprach den Wählern ein entschlossenes Vorgehen gegen Korruption und eine Verringerung der Armut.