Bayern

Deutschlandweite Maskenpflicht bei hohen Corona-Zahlen gefordert

ARCHIV - Hinweis auf die Maskenpflicht in der Innenstadt von Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/dpa

ARCHIV - Hinweis auf die Maskenpflicht in der Innenstadt von Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine deutschlandwei einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. «Wir brauchen eine allgemeine Maskenpflicht national», sagte Söder am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.

Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und in Schulen gelten, sagte Söder, in Grundschulen und Horten ab der Marke 50. Und: Söder forderte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine deutschlandweite Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366 299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294 800 Genesene.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte am Wochenende vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus gewarnt. Sie appellierte in einer Videobotschaft an die Bürger, soziale Kontakte einzuschränken, weniger zu feiern und weniger zu reisen.

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer hatten sich mit Merkel zuletzt bereits auf eine schrittweise Ausweitung der Maskenpflicht in Corona-Hotspots verständigt. Wo und wie genau hatte der Beschluss aber offen gelassen, das müssen die Länder regeln.

"Entweder schaffen wir es, in den nächsten vier Wochen wieder die Zahlen unter Kontrolle zu bekommen - oder es wird sehr schwierig", sagte Söder nach Teilnehmerangaben in der Schalte. "Dann wird es ein einsames Weihnachten." Er habe aber immer noch Hoffnungen.

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