Nach den tagelangen Unwettern droht dort der Murrumbidgee-Fluss über die Ufer zu treten. Am späten Montagabend forderten die Behörden die Menschen in Wagga Wagga zur sofortigen Räumung auf. Bis Dienstagmorgen sollten alle 8000 Einwohner ihre Häuser verlassen, berichtete ABC News.

Die Zahl der Hochwassertoten stieg mittlerweile um einen auf zwei. Ein Mann starb im Bundesland Queensland, als sein Auto von der Strasse gespült wurde. Eine weitere als vermisst geltende Person dagegen wurde lebend geborgen, teilten die Behörden laut ABC News mit.

Bereits am Wochenende war ein 43-Jähriger im Bundesstaat New South Wales gestorben, als er einen Bach überqueren wollte, der stark angeschwollen war.

Tausende Familien sitzen in Ost-Australien nach den stärksten Regenfällen seit den zwanziger Jahren bereits in Notunterkünften. In den vergangenen Tagen hatten nach Behördenangaben rund 5000 Menschen ihr Zuhause verlassen, um sich vor den herannahenden Wassermassen in Sicherheit zu bringen.

Der Regen hatte viele Flüsse in reissende Ströme verwandelt. Rund 2000 Bauernhöfe sind von der Aussenwelt abgeschlossen. Der Regen füllte Wasserspeicher in Sydney und in der Hauptstadt Canberra bis zum Rand und brachte einige zum Überlaufen. Meteorologen warnten zudem vor einem Zyklon, der sich vor der Küste zusammenbrauen könnte.