Lungenkrankheit

26 Tote durch das Coronavirus, 8 Schweizer wollen in Wuhan bleiben – die Übersicht

China: Zahl der Coronavirus-Opfer auf 26 Personen gestiegen

In China ist die Zahl der Coronavirus-Opfer auf 26 Personen gestiegen.

Der neuen Lungenkrankheit in China sind acht weitere Menschen zum Opfer gefallen. Insgesamt sind demnach nun 26 Todesfälle durch das Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg auf 830 Fälle an. In acht Städten gibt es Einschränkungen.

Wie reagiert China?

Temperaturmessung an einem Checkpoint in Wuhan.

Temperaturmessung an einem Checkpoint in Wuhan.

(watson.ch/sda/afp/dpa) Im Kampf gegen die Krankheit hatte China am Donnerstag kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest rund 20 Millionen Menschen praktisch unter Quarantäne gestellt. Die Behörden riegelten die 11-Millionen-Metropole Wuhan ab, in der die meisten Fälle aufgetreten sind.

Die Gesamtzahl der Städte, die einschliesslich Wuhan von starken Einschränkungen betroffen waren, stieg bis Freitag von fünf auf mindestens acht. So teilten auch Lichuan, Xianning und Huangshi mit, Buslinien und anderen Nahverkehr zu stoppen. Alle betroffenen Städte liegen in der Provinz Hubei.

Zudem wurden in der Hauptstadt Peking Grossveranstaltungen zum chinesischen Neujahrstag am kommenden Samstag abgesagt und die Schliessung mehrerer Touristenattraktionen angeordnet.

Sind auch Schweizer von den Massnahmen betroffen?

Im Moment leben acht Schweizer Staatsangehörige in Wuhan. Das Aussendepartement (EDA) in Bern steht mit ihnen in Kontakt, wie ein Sprecher am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Keiner von ihnen wolle ausreisen.

Was macht die WHO?

Die Weltgesundheitsorganisation sah am Donnerstagabend keinen Grund, eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite auszurufen. «Es ist nicht der richtige Zeitpunkt», sagte der Vorsitzende des Notfallausschusses, Didier Houssin.

Er verwies darauf, dass es im Ausland bislang nur wenig Fälle gebe, und dass China bereits selbst weitreichende Vorkehrungen getroffen habe. WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, China habe die Massnahmen getroffen, die es für angemessen halte. Die WHO nehme den Ausbruch aber extrem ernst, sagte er.

Wie reagiert die Schweiz?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) äusserte sich «eher beunruhigt» über die Dynamik und Entwicklung des Coronavirus. Die Behörde bereite sich darauf vor, Massnahmen zu treffen, auch wenn unmittelbar keine Bedrohung für die Schweizer Bevölkerung bestehe, sagte BAG-Sektionsleiter Patrick Mathys am Donnerstag zu Radio SRF.

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Hat sich das Virus weiter ausgebreitet?

Ja. Laut chinesischen Behördenangaben von Freitag starb ein weiterer Patient ausserhalb der besonders stark betroffenen Provinz Hubei, zu der auch die Stadt Wuhan gehört. Der Todesfall wurde demnach in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang gemeldet. Bereits am Vortag war ein Todesfall in der nördlichen Provinz Hebei bekannt geworden.

Die meisten Todesopfer waren ältere Menschen mit Vorerkrankungen. In den meisten Provinzen Chinas sind mittlerweile Infektionen bekannt. In einzelnen Fällen wurde das Virus auch schon bei Patienten in anderen Ländern wie Thailand, Japan, Südkorea und den USA nachgewiesen. In Europa ist bisher kein Fall bekannt.

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