Niederweningen
«Wüstes Bild» nach Schafriss nahe der Aargauer Grenze – ob es ein Wolf war, ist trotz DNA-Proben unklar

Am 18. November fand ein Schafhalter in Niederweningen unmittelbar zur Zurzibieter Grenze fünf tote Tiere. Nun sind die Ergebnisse der DNA-Analyse bekannt: Es bleibt offen, ob es ein Wolf oder ein Hund war. Der Schaffhalter wird trotzdem finanziell entschädigt.

Stefanie Garcia Lainez
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Es ist weiterhin unklar, ob ein Wolf die Schafe in Niederweningen tötete - trotz DNA-Untersuchung.

Es ist weiterhin unklar, ob ein Wolf die Schafe in Niederweningen tötete - trotz DNA-Untersuchung.

zvg

Ende November hat ein Tier in Niederweningen fünf Schafe gerissen. Ob ein Wolf am Fusse der Lägern in unmittelbarer Nähe zum Zurzibiet sein Unwesen trieb, ist nach wie vor unklar - trotz DNA-Analyse: Die Proben, die damals vor Ort genommen wurden, lassen keine abschliessende Beurteilung zu, ob es ein Wolf oder ein Hund war, der die Schafe getötet hat. «Keine der Proben ergab ein eindeutiges Resultat», schreibt die Baudirektion des Kantons Zürich in einer Mitteilung.

Die Spuren würden jedoch stark auf einen Wolf hinweisen. «Darum werden dem Schafhalter die gerissenen Schafe entschädigt», heisst es in der Mitteilung weiter. Ähnliche Vorfälle habe es seither im Kanton Zürich keine mehr gegeben.

Der Besitzer der fünf getöteten Tiere in Niederweningen habe seine Tätigkeit nach dem Riss aufgegeben, schreibt die NZZ. Die vier überlebenden Tiere habe ein Schneisinger Kollege von ihm bei sich aufgenommen. Er war auch einer der ersten, der die gerissenen Tiere frühmorgens auf der Weide sah.

Bei einem Tier sei der ganze Brustkorb abgerissen, bei einem anderen das ganze Vorderviertel weggefressen gewesen. «Ein wüstes Bild», sagte Tanner gegenüber der NZZ. Das Tier müsse Hunger gehabt haben. Es könne aber auch sein, dass sich auch noch ein Fuchs über die toten Schafe hergemacht habe. Tanner sagt, es sei «ein ungutes Gefühl, zu wissen, dass es wahrscheinlich Wölfe hat in unserer Gegend».

Ein paar Tage nach dem Riss in Niederweningen schlug ein Wolf in unmittelbarer Nähe zur Zurzibieter Grenze zu: Er riss drei Schafe auf dem Stadtgebiet von Waldshut-Tiengen. Hier handelte es sich erwiesenermassen um einen Wolf.