Kaiserstuhl/Weiach
Sollen die Kinder in Zukunft im Kanton Zürich die Schule besuchen?

Heute Freitag entscheidet die Gemeindeversammlung in Kaiserstuhl, wohin die Schüler in Zukunft die Schule besuchen sollen. Der Gemeinderat schlägt vor, dass sie neu nach Weiach und Stadel geschickt werden.

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Das 400-Seelen-Städtchen Kaiserstuhl steht vor einer wichtigen Entscheidung.

Das 400-Seelen-Städtchen Kaiserstuhl steht vor einer wichtigen Entscheidung.

ZVG Gemeindeverwaltung

Die Kaiserstuhler Stimmberechtigten haben es an der heutigen Gemeindeversammlung in der Hand: Wollen sie ihre (und die Fisibacher) Schüler in Zukunft in den Kanton Zürich nach Weiach und Stadel schicken? Nachdem Fisibach den dazu nötigen Anschlussverträgen im Mai bereits zugestimmt hat, liegt der Ball nun bei Kaiserstuhl.

Die Ausgangslage: Der Stadtrat sieht in der Variante Weiach/Stadel die «beste Lösung» und plädiert deshalb für den Schulwechsel in den Kanton Zürich. Der Standort Weiach sei nahe und auch mit dem Fahrrad gut erreichbar. Und: «Die vorhandene Schulinfrastruktur vermag den Raumbedarf aller Abteilungen ohne Investitionen zu decken.»

Weiach sagt Ja

Klar ist auch, dass es nur dann Sinn macht, die Primarschüler nach Weiach zu schicken, wenn sie danach auch an die Oberstufe nach Stadel gehen können – statt wie bisher nach Bad Zurzach. Die Anschlussverträge treten deshalb nur dann in Kraft, wenn sowohl derjenige mit Weiach als auch derjenige mit Stadel zustande kommt.

Auf Zürcher Seite hat Weiach den Anschlussverträgen an der Schulgemeindeversammlung vom Mittwoch zugestimmt. Damit ist das Geschäft allerdings noch nicht ganz in trockenen Tüchern: Es fehlt noch die Zustimmung der Schulgemeinde der Oberstufe Stadel. Diese besteht aus den Stimmberechtigten der vier Kreisgemeinden Weiach, Stadel, Bach und Neerach. Sie tagen am 24. Juni – dann fällt die endgültige Entscheidung, wohin die Kaiserstuhler und Fisibacher Schüler künftig zur Schule gehen werden. (SBU)