Atomdebatte
Japanische Kernenergie-Experten besuchten AKW Leibstadt

Der Unfall von Fukushima hat schwerwiegende Mängel im japanischen AKW ans Licht gebracht. Deshalb liessen sich japanische Atom-Experten nun in Leibstadt über die Sicherheitsstandard in hiesigen Kraftwerken informieren.

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Eine japanische Delegation mit KKL-Mitarbeitern am 4. Oktober vor dem Filterbehälter in Leibstadt

Eine japanische Delegation mit KKL-Mitarbeitern am 4. Oktober vor dem Filterbehälter in Leibstadt

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Das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) hat in den vergangenen Monaten mehrmals Besuch von von hochrangigen Vertretern der nuklearen Sicherheitsbehörde, der Universitäten und mehrerer Betreiberorganisationen aus Japan erhalten. Das teilte das KKL nun in einem Communiqué mit.

Das Interesse der Besucher habe sich dabei auf die technischen Störfallvorkehrungen in Leibstadt, wie etwa das gebunkerte Nottandssystem zur Stromversorgung bei Extremereinissen, das unabhängige und störfallfeste System zur gefilterten Containment-Druckentlastung oder die Einrichtungen zur Verhinderung von Wasserstoffexplosionen fokussiert, heisst es.

«Hohe Standards»

Glaubt man dem KKL, so waren die Japaner beeindruckt «von den hohen Standards» der schweizerischen Werke sowie der «Kultur der kontinuierlichen Nachrüstung».

«Hätten wir in Fukushima über die Sicherheitsausrüstung und die Notfallmassnahmen schweizerischer Kernkraftwerke verfügt, so wäre der Unfall trotz Erdbeben und Tsunami nie geschehen», wird der japanische Professor Koji Okamoto von der Universität Tokio in der Mitteilung zitiert.

Gemäss dem KKL soll der gegenseitige Austausch mit den japanischen Experten auch in Zukunft aufrechterhalten werden.