Jubiläum
775 Jahre: Städtli Klingnau in ein ganz besonderes Licht gerückt

Die 775-Jahr-Feier des Städtchens Klingnau ist mit Lichtergeschichten und Festakt in der Stadtkirche gebührend abgerundet worden. Höhepunkt war das Lichtspektakel des Zürcher Künstlers Gerry Hofstetter, dem über 3000 Menschen beiwohnten.

Angelo Zambelli
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Eines der vielen Themen, auf die Häuser projiziert vom Lichtkünstler Gerry Hofstetter.
12 Bilder
Namen von Ortsbürgern, die man in Klingnau bestens kennt.
Laternenturm der Kulturkommisson gegenüber der Stadtkirche.
Klingnau hat in den 775 Jahren auch schwere Zeiten durchlebt. Dieses Sujet ist ein Hinweis auf die Pestjahre.
Landammann Roland Brogli hält die Festansprache in der Stadtkirche.
Licht in allen Farben beim Eintritt ins Städtli Klingnau.
Eine Projektion mit dem Rebbau als Hintergrund.
Auch der Chor der Stadtkirche wurde illuminiert.
Grossratspräsident Thierry Burkart beschliesst sein Amtsjahr mit einer Rede in der Klingnauer Stadtkirche.
Die Ortsbürgerlaternen fanden grosse Beachtung.
Willkommensgruss an einer Hausfassade an der Grabenstrasse.
Lichtspektakel Klingnau

Eines der vielen Themen, auf die Häuser projiziert vom Lichtkünstler Gerry Hofstetter.

Angelo Zambelli

Zum Abschluss der 775-Jahr-Feierlichkeiten hat sich Klingnau selber beschenkt: Das vom Zürcher Künstler Gerry Hofstetter inszenierte Lichtspektakel lockte über 3000 Zuschauer ins Städtli.

Die mit Texten von Jan und Matteo Da Rin untermalten, auf das Schloss und die Häuserzeilen der unteren Altstadt projizierten Bilder aus der Klingnauer Geschichte und aus der Gegenwart schufen eine Atmosphäre, der sich niemand entziehen konnte.

Die festliche Stimmung wurde ergänzt durch eine Laternenparade der Klingnauer Ortsbürgernamen, einer Laternenwand der Kulturkommission, einem Schattenspiel in der Schattengasse sowie mit einer von der Stadtmusik begleiteten Jubiläumsfeier in der Kirche.

Anwesend waren Gäste aus der Regierung, aus dem Grossen Rat sowie Delegationen der Partnergemeinde St. Blasien im Schwarzwald und der umliegenden Gemeinden. Grossratspräsident Thierry Burkart, der sein Präsidialjahr mit dem Besuch dieser Feier abschloss, und Landammann Roland Brogli äusserten sich in ihren Festreden beeindruckt von der Stimmung, in die das Städtli am Freitagabend getaucht war. «Diese Lichtergeschichten zeigen Klingnau – wortwörtlich – in einem neuen, ganz unerwarteten Licht», sagte Brogli.

Ulrich von Klingen zu verdanken

Vor 775 Jahren auf einem einsamen Schotterhügel eine Stadt aufzubauen – ohne Bagger, Lastwagen und Presslufthammer – müsse ein kühnes Vorhaben gewesen sein. «Um ein solches Projekt in Angriff zu nehmen, hat es Mut, einen unerschütterlichen Glauben an den Erfolg und viel Vertrauen gebraucht, dass sich die Investition für die Erbauer und die kommenden Generationen auszahlen wird», sagte der Landammann.

Die Lebenseinstellung des Freiherrn Ulrich von Klingen könnten wir uns zum Vorbild nehmen. Der Stadtgründer unterzeichnete am 26. Dezember 1239 einen Vertrag mit dem Abt des Klosters St. Blasien. Darin war vereinbart, dass das Kloster die heutige Insel Beznau erhält und der Freiherr einen trockenen, zwölf Meter hohen Schotterhügel ein paar Hundert Meter aareabwärts. Ulrich von Klingen nutzte den vor Hochwassern geschützten Hügel für den Bau einer Siedlung: Das Städtli Klingnau war geboren.

Höhepunkt des Jubiläumsjahres «775 Jahre Klingnau» war neben diesem Anlass der 6. September mit Stadt- und Schlossführungen sowie Grenzumgang gewesen.

Schauen Sie sich hier zwei Impressionsfilme zur Klingnauer Bannwanderung und Stadtführungen vom 6. September 2014 an.

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