Im Jahr 1950 erlebte das Winzerfest in Döttingen seine Premiere. Nicht in allen Jahren konnte der Wein entkorkt werden. So musste bereits 1953 auf die Austragung des Volksfestes verzichtet werden, weil der starke Frost nur 10 Prozent der normalen Ernte erlaubte. In diesem Jahr rechnen die Aargauer Winzer mit Ausfällen von bis zu 40 Prozent. Doch das trübt die Feierlaune im Zurzibiet nicht, zumal ein qualitativ guter Jahrgang erwartet wird. An diesem Wochenende geht in Döttingen programmgemäss das 66. Winzerfest über die Bühne – es ist die grösste Weinparade der Deutschschweiz.

Bereits heute Abend (ab 19 Uhr) warten beliebte Weine und kulinarische Höhenflüge auf die Besucher: 23 Beizli und Weindegustationen erfreuen die Gemüter. Im Lunapark und auf den beiden grossen Showbühnen wird für Unterhaltung gesorgt. Am Samstag werden an über 120 Markt- und Degustationsständen regionale Köstlichkeiten dargeboten. Der Winzermarkt (9 bis 17 Uhr) wird umrahmt von musikalischen Auftritten und dem Gauklerprogramm. Auch für die kleinen Gäste ist gesorgt: Im Shine-Zelt bringen Papa Moll und Wendolina die Kinderaugen zum Leuchten. Das Abendprogramm auf den beiden Showbühnen startet ab 19.45 Uhr.

Winzerfest Döttingen: Das war der Umzug 2016.

Winzerfest Döttingen: Das war der Umzug 2016.

  

57 prächtige Sujets

Wie alle Jahre bildet der grosse Winzerfest-Umzug am Sonntagnachmittag (ab 14 Uhr) den Höhepunkt. 57 prächtige Sujets ziehen durch die Strassen. Fidele Rebleute und mit vielen Blumen dekorierte Winzerfestwagen sorgen für eine weinig-wohlige Atmosphäre. Vom Monti-Kreisel bis zur Druckerei Bürli stehen 400 Sitzplätze zur Verfügung. Döttingen ist während des Winzerfests ein verkehrsfreier Festplatz.

Der Bezirkshauptort Bad Zurzach präsentiert sich als Gastgemeinde. Er entsendet nicht nur Papa Moll ins untere Aaretal, sondern gleich elf Sujets für den Umzug und rund 300 freiwillige Helfer. Der Auftritt steht unter dem Motto «Bad Zurzach türmt».