Dramatische Momente heute früh an der Hauptstrasse in Kleindöttingen: In Wohnstudios neben der «Grill Bar Aarhof» wurden mehrere Bewohner von einem Brand im Schlaf überrascht. In der Liegenschaft breitete sich dicker Rauch aus. Alle Bewohner konnten sich allerdings selbst retten. Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, waren laut Kantonspolizei keine Personen mehr in der Liegenschaft. 

Ein Bewohner schlug selbst Alarm. Dieser ging bei der Feuerwehr um 5.03 Uhr ein. Wenig später waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort. «Das Feuer schlug bereits aus den Fenstern hinaus, als unsere ersten Einsatzkräfte eintrafen», sagt René Achermann, der Kommandant der Feuerwehr Böttstein-Leuggern, der AZ. Ein Leservideo zeigt, wie dicker Rauch aus zwei Fenstern dringt und in den noch schwarzen Himmel aufsteigt. 

Sofort forderte die Feuerwehr Verstärkung an: Die Stützpunktfeuerwehr Bad Zurzach-Rietheim rückte mit der Autodrehleiter an. Ebenso die Feuerwehr Döttingen-Klingnau-Koblenz mit ihrer Atemschutztruppe.

Vier Personen klagten über Atembeschwerden. Ambulanzen brachten sie zur Kontrolle ins Spital. Zumindest zwei von ihnen konnten am selben Tag wieder aus dem Spital entlassen werden, wie die AZ erfahren hat. Dem Brand zum Opfer fiel dagegen eine Katze. Die Feuerwehr fand sie tot in einer Ecke, wo sie sich offenbar verkrochen hatte. 

Der Sachschaden beträgt laut Kantonspolizei mehrere zehntausend Franken. Die Brandursache ist noch unklar. Brandermittler haben vor Ort die Arbeit aufgenommen. Zwei Wohnstudios sind vorläufig unbewohnbar. In einem entstand vor allem wegen des Brandes Sachschaden, im zweiten vor allem wegen des Rauches und des Löschwassers. Wegen eines Rauchschadens bleiben auch die Räumlichkeiten der «Grill Bar Aarhof», die sich im selben Gebäude befinden, vorerst geschlossen. 

Insgesamt standen über 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Hauptstrasse, die Hauptverkehrsachse in Kleindöttingen, musste auf Höhe des Brandorts für über zwei Stunden gesperrt werden. Die Feuerwehr richtete eine Umleitung ein. Kurz vor 8.00 Uhr konnte die Hauptstrasse wieder freigegeben werden. 

Die Feuerwehr stand noch bis zur Mittagszeit im Einsatz. "Um 12 Uhr war unser Einsatz beendet», sagt Kommandant René Achermann. Feuerwehrleute musste Dachziegel entfernen, um Glutnester besser bekämpfen zu können. Von diesen drang am Morgen noch Qualm in den Himmel. Später am Tag soll ein Notdach errichtet werden, damit allfälliger Regen nicht weitere Schäden anrichten kann. 

Wo sich heute die Wohnstudios befinden, stand früher die Kegelbahn des ehemaligen Traditionsrestaurants «Aarhof». Im stattlichen Restaurantgebäude nebenan befinden sich seit dem Umbau vor einigen Jahren Wohnungen. 

Schicken Sie uns per WhatsApp Videos, Bilder oder Hinweise an 079 858 34 12. Für jedes Video, das online geht, gibt es 50 Franken.

AZ-Leserreporter

Schicken Sie uns per WhatsApp Videos, Bilder oder Hinweise an 079 858 34 12. Für jedes Video, das online geht, gibt es 50 Franken.

Die Polizeibilder vom Oktober: