Zetzwil
Idee vom Bauen auf der «Mairüti» wird an der Gemeindeversammlung beerdigt

Der Gemeinderat Zetzwil beantragt nach Überprüfung eine Landwirtschaftszone für die betreffenden Parzellen am Hang.

Flurina Dünki
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Das Land Mairüti in Zetzwil.

Das Land Mairüti in Zetzwil.

Flurina Dünki / Aargauer Zeitung

Das Landstück «Mairüti» gleich oberhalb der letzten Häuser von Zetzwil geniesst bereits prominenten Status im Dorf. Die zwei Parzellen von insgesamt 6255 Quadratmetern liegen schön am Hang und die beiden Eigentümer hatten bereits Pläne für den Bau von 12 Einfamilienhäusern (AZ vom 23.11.2020). Wegen der Umzonungsfrage wurde das Grundstück aus der BNO-Revision von 2019 noch ausgeklammert, die Wintergmeind vom November 2020 hätte definitiv entscheiden sollen. Beantragt wurde, die Parzellen nicht der Bauzone zuzuweisen, sondern der Landwirtschaftszone. Denn gemäss Vorprüfungsbericht würde der Kanton zusätzliche Bauzonen in Zetzwil nicht gutheissen.

So würden die bestehenden unbebauten Wohn- und Mischzonen von insgesamt über 8 Hektaren genügen. Dies auch, wenn man den Bevölkerungszuwachs von Zetzwil sehr grosszügig berechnet. Doch dann wurde das Traktandum Mairüti überraschend gestrichen. Denn Stimmbürger hatten Flächenerhebungsdifferenzen in der Vorlage festgestellt. An der Gmeind vom 3. Juni ist sie deshalb erneut traktandiert. Der Antrag lautet erneut auf Einteilung in Landwirtschaftszone. In der Broschüre beschreibt der Gemeinderat ausführlich, welche Bemühungen er unternommen hat, um das Geschäft erneut abzuklären. Die Abteilung Raumentwicklung wurde mit der aktualisierten Flächenbilanz konfrontiert. Sie antwortete aber, dass diese Änderung keinen massgebenden Einfluss auf die kantonale Beurteilung habe. Selbst der Zetzwiler Grossrat Rolf Haller (EDU) wurde miteinbezogen, er musste den Grundstückbesitzern jedoch sagen, dass er via Grossen Rat keine Einflussnahme diesbezüglich habe.

Uralte Wasserleitungen müssen saniert werden

Die Stimmberechtigten müssen am 3. Juni zudem über einen Kredit von 615000 Franken für die Sanierung der Schulgasse abstimmen. Die 80-jährige Wasserleitung an der Schulgasse ist eine der ältesten noch nicht erneuerten Leitungen im Dorf. Zudem ist der Strassenbelag in kritischem Zustand und soll ebenfalls erneuert werden. Im Rahmen der Arbeiten würden zwei Hydranten ersetzt, Hausanschlüsse erneuert und eventuell Swisscom-Leitungen ausgebaut. Vorgesehen ist ein Baustart im März 2022. In der Rainstrasse wurde der Belag inzwischen saniert, hierfür muss eine Kreditabrechnung abgesegnet werden, die 11305 Franken mehr ausweist als der ursprüngliche Kredit. Grund ist die Erneuerung des Bachdurchlasses, die nicht im Kreditvorhaben vorgesehen war. Der Kredit, den die Wintergmeind 2015 bezüglich Kanalsanierungen gesprochen hatte, wurde um 13480 überzogen.

Ferner muss über die Erhöhung der Abgaben zum Regionenprogramm Impuls Zusammenleben aargauSüd entschieden werden. Da die Pilotphase fertig ist und Bund und Kanton weniger Beiträge zahlen, sollen die Gemeinden ab 2022 acht statt fünf Franken pro Einwohner zahlen. Die Rechnung 2020 weist ein Gesamtergebnis von 282241 Franken aus. Das operative Ergebnis beträgt 95841 Franken. Dank der Entnahme aus der Aufwertungsreserve fällt das Gesamtergebnis um 186400 Franken besser aus. Budgetiert worden war ein Verlust von 313900 Franken.

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