Der Blick von OK-Präsident Francisco Baños richtet sich schon lange nicht mehr Richtung Himmel, sondern nach vorne. «Das Wetter fürs Turnfest können wir nicht beeinflussen, aber alles andere rundherum», nennt er sein Motto. Zusammen mit Vereinsmitgliedern und dem Zivilschutz wird seit bald zwei Wochen auf Hochtouren für das Regionalturnfest gearbeitet. «Wir sind froh, dass wir frühzeitig mit dem Aufbau der verschiedenen Zelte begonnen haben, denn so konnten wir das Gelände schonen.»

Weil schon die Muotathaler Wetterschmöcker für den Juni nichts Gutes voraussagten und sich diese Prognosen in den letzten Tagen bestätigten, haben die Turnfestorganisatoren vorgesorgt. «Wir haben sowohl das Fest- wie auch das Barzelt um 20 respektive 15 Meter verlängert», sagt Francisco Baños. «4000 Personen finden nun Unterschlupf im Trockenen.» Das sei nötig, denn am «Turnfest der kurzen Wege» wolle man niemanden im Regen stehen lassen, sagt Vizepräsident Kurt Hunziker. Nebst einigen Tonnen Holzschnitzeln haben die Verantwortlichen zusätzliche Wegplatten bestellt. «Es soll niemand im Dreck gehen müssen.»

Vom Ansturm überrascht

Das Regionalturnfest wurde von Anmeldungen überflutet. «Mit 4500 Teilnehmern haben wir nicht gerechnet», gesteht Francisco Baños, «doch wir sind gerüstet für ein grosses Fest.» Den Auftakt machen die rund 500 Einzelturnerinnen und Turner am Freitag, gefolgt vom Vereinswettkampf der Aktiven mit rund 2200 Turnern am Samstag, bevor am Sonntag die Vereinswettkämpfe der Jugend mit rund 1900 Aktiven den Abschluss des Regionalturnfests TURN-Leerau machen.

Die Festteilnehmer erleben auch neben den Turnplätzen ein attraktives Programm. «Turnen und festen gehört ja zusammen», sagt Kurt Hunziker, «deshalb haben wir auch grossen Wert auf richtige Partybands gelegt, bei denen die Post so richtig abgeht.» Weil aber auch die stärksten Turner mal schlafen müssen, wurden ein Zeltplatz mit rund 1200 Plätzen und mehrere gedeckte Unterkünfte eingerichtet. «Wir sind begeistert, wie die Bevölkerung, das Gewerbe und die Landbesitzer der beiden Gemeinden mithelfen, dass ein gutes Fest entsteht und wir uns von der besten Seite zeigen können», sagt OK-Präsident Francisco Baños.