Extremsport
Sieben 4000er in fünfeinhalb Stunden: Dieser Bergsteiger aus Unterkulm ist ein wahrer Rekordjäger

Der Wynentaler Extremsportler Kurt Hess hat im Wallis nonstop sieben Viertausender-Bergspitzen erklommen. Es ist nicht der einzige Rekord, den der 62-Jährige in den letzten Jahren aufgestellt hat.

Jörg Greb
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Kurt Hess war drei Stunden schneller als geplant wieder am Ausgangsort. zvg

Kurt Hess war drei Stunden schneller als geplant wieder am Ausgangsort. zvg

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Die Experimentierfreude und die Abenteuerlust hat den passionierten Ausdauersportler Kurt Hess aus Unterkulm zu einer weiteren spektakulären Tour in den Walliser Hochalpen geführt.

Nachdem er vor Jahren im Treppenlaufen Rekorde aufstellte und letzten Sommer – im dritten Anlauf – das Projekt umsetzte, in einem Tag aus eigener Körperkraft vom tiefsten zum höchsten Punkt der Schweiz zu gelangen, plante er für diesen Sommer ein weiteres ambitiöses Unterfangen um die Walliser Bergriesen: Sieben 4000er besteigen, alle hintereinander, möglichst rasch.

Und der 62-Jährige hat es geschafft. Piramide Vincent (4215 m), Balmenhorn (4167 m), Corno Nero (4322 m), Ludwigshöhe (4342 m), Parrot-Spitze (4436 m), Signalkuppe (4554 m) und der Zumsteinspitze (4563 m) stattete er eine Kurzvisite ab.

Nach selber nie für möglich gehaltenen 5:34 Stunden war er wieder am Ausgangspunkt zurück, seinem Biwak auf 3510 Metern Höhe, das er auch zur Akklimatisation und zum Erkunden der verschiedenen kritischen Passagen genutzt hatte.

Um 4:01 Uhr war Hess gestartet – nach einem grossen Schluck Strath und einem Müesli-Zmorge ausgerüstet mit Stirnlampe und bei Vollmondscheinhelle. Deutlich schneller als erwartet kam er voran. Bereits um 5:21 Uhr hatte er die Piramide Vincent erreicht, wo er einen prächtigen Sonnenaufgang genoss.

Zu den nächsten Gipfel-Hochs kam er um 5:42, 6:12, 6:45, 7:09, 8:00 und 8:25 Uhr. «Es lief alles wie am Schnürchen, ich meisterte die kritischen Abschnitte mit der nötigen Vorsicht, machte Tempo, wo’s möglich war, und fühlte mich während der ganzen Tour fit und leistungsfähig», frohlockte Hess. Fast drei Stunden schneller als geplant war er wieder am Ausgangspunkt zurück. Er strahlte: «Ein grossartiger Tag.»