Kölliken
Kölliker Gemeinderat will Klimanotstand nicht ausrufen

Die Gmeind am 27.11. muss auch zu Umweltfragen entscheiden.

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Kampf für das Klima: Die Gemeinde Kölliken ruft den symbolischen Klimanotstand nicht aus. (Symbolbild)

Kampf für das Klima: Die Gemeinde Kölliken ruft den symbolischen Klimanotstand nicht aus. (Symbolbild)

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Energie An der Sommergmeind 2019 wurde dem Kölliker Gemeinderat ein Auftrag zum Klimawandel überwiesen. Beantragt hatte ihn der ehemalige Gemeinde- und Grossrat Martin Bossard (Grüne).

Der Gemeinderat musste nach Annahme des Antrags mit 33 zu 19 Stimmen eine Übersicht über die Massnahmen der Gemeinde zum Klimawandel erstellen. Und er musste die Frage beantworten können: «Müssen wir in Kölliken den Klimanotstand ausrufen oder nicht?»

In vielen Bereichen wird schon etwas gemacht

Eine Arbeitsgruppe unter Vorsitz von Gemeinderat Michael Müller hat inzwischen einen Massnahmenplan erstellt, der Bereiche wie Energie, Verkehr, Wasser, Konsum, Entsorgung, Landwirtschaft, Bauwesen und Biodiversität umfasst. Er zeige auf, steht in der Broschüre zur Gmeind, «dass in vielen Bereichen Möglichkeiten bestehen, für das Klima Massnahmen zu treffen oder dieses durch besonnenes Handeln zu schonen».

Auch könne die Gemeinde in vielen Bereichen schon gute Ergebnisse betreffend Umweltschutz vorweisen. In der Broschüre werden etwa die Feldrasenkompostierung, Foto­voltaik­anlagen, Energetische Sanierung von Gemeindeliegenschaften, Quellwassernutzung oder Ladestation für Elektroautos genannt.

Betreffend des Antrags «Klimanotstand» schreibt der Gemeinderat: «Es geht dabei eher um ein politisches Signal der Gemeindeversammlung zu einem aktuellen Thema der globalen Politik».

Beitritt Köllikens zur Energie-Charta

Das Weltklima werde durch die Gemeinde Kölliken nicht im Wesentlichen verändert. Hingegen trage das Klimabewusstsein der Bevölkerung zum Gesamtklima der Welt bei. Er erachte die Klimafrage als zentrale Fragestellung, versichert der Gemeinderat.

Er wolle Klima- und Energiefragen in seiner Tätigkeit mehr Gewicht geben. Er beabsichtige, der Klima- und Energie-Charta beizutreten. Auf die Ausrufung des Klimanotstandes sei jedoch zu verzichten, gerade weil bereits konkrete Schritte unternommen würden. (fdu)