Schöftland
Gefahren im Haushalt? Für diese cleveren Kids kein Problem!

Bei den Jugendsamaritern lernten die jungen Teilnehmenden in einem Workshop mit alltäglichen Gefahren umzugehen.

Patrick Harcuba
Drucken
Teilen
Muriel Bär und Eline Obrist erarbeiten selbstständig die Gefahrenzeichen.

Muriel Bär und Eline Obrist erarbeiten selbstständig die Gefahrenzeichen.

Patrick Harcuba

«Wisst ihr was ‹ätzend› bedeutet?» «Nervig!». Der Ausruf eines vorwitzigen Knaben brachte die Gruppe im Obergeschoss des Feuerwehrlokals in Schöftland am Freitagabend zum Lachen. 12 jugendliche Teilnehmer eines Kurses des HELP, den Jugendsamaritern Schöftlands, lauschen den Erklärungen ihrer fünf Kollegen. Diese hatten sich anfangs des Abends unter der Führung der angehenden Jungendleiterin Lea Neeser (15) das Wissen über die Gefahrenzeichen der hausüblichen Chemikalien wie Spülmittel, Entkalker oder WC-Reiniger angeeignet.

In Schöftland läuft bis zum 25. 03. die «Woche(n) der offenen Vereine». Wie andere acht Vereine luden auch die Jugendsamariter (HELP Schöftland) unter der Leitung von Regula Neeser (45) zu einem Schnupperkurs ein. Das Ziel war, den Kindern in einem entspannten Umfeld Wissenswertes zum Thema «Gefahren im Alltag» zu vermitteln. Aufgeteilt auf drei Gruppen, welche jeweils von einer Jugendleiterin geführt wurden, erarbeiteten die Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 18 Jahren selbstständig die Gefahrenzeichen sowie die gängigen Entsorgungsmethoden von Flaschen, Batterien oder Altöl.

Reaktion auf Vergiftung

Eine Gruppe inszenierte einen Vergiftungsfall und die darauffolgende, korrekte Reaktion. Jugendleiterin Cornelia Rykart (17) spielte ein Kind, das sich einen grosszügigen Schluck Spülmittel gegönnt hatte. Der «Vater», von Cornelias Zwillingsbruder Fabian gespielt, war heillos überfordert und bat zwei «zufällig» vorbeilaufende Mädchen um Rat. Besorgt von der bald ohnmächtig auf dem Boden liegenden Cornelia wurde zuerst das Tox-Center befragt und daraufhin die Ambulanz alarmiert. Anschliessend wurde bis zur «Ankunft» der Ambulanz die Vergiftete in die richtige Stellung gelegt.

Zukünftige Jugendleiter

HELP Schöftland hat zurzeit drei angehende Jugendleiter, welche dieses Jahr noch ihren letzten Ausbildungskurs besuchen werden: Sina Blank (15) ist neben Lea und Cornelia die Dritte. Zur Frage, warum sie sich zur Ausbildung als Jugendleiterin gemeldet hat, meinte Sina lachend: «Ich wollte anfangs nicht einmal den Kurs besuchen. Aber dann hat es mir gefallen, und nun bin hier als Jugendleiterin.»

Der Abend wurde spielerisch mit einem Montagsmaler beendet: Die Teilnehmer setzten sich wieder in ihren Gruppen zusammen und mussten erraten, welche Haushaltsgefahr gerade von einem der Gegnerteams gezeichnet wurde. Die oft durchaus mit Talent gezeichneten Gegenstände wurden natürlich, nachdem man sich ja schon den ganzen Abend mit diesem Thema beschäftigt hatte, schnell erraten.

Aktuelle Nachrichten