Bezirksgericht Kulm
Dreiste Masche: Mann gibt sich als Prostituierte aus und zockt Kunden ab

Ein Bosnier hat über 7000 Franken von Männern ergaunert, indem er sich als Prostituierte ausgab. Am Freitag wurde der heute 33-jährige Bosnier vom Bezirksgericht Kulm zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt.

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Auf Teletext schaltete der Mann ein Inserat und bot käuflichen Sex an.

Auf Teletext schaltete der Mann ein Inserat und bot käuflichen Sex an.

Tele M1

Vor zwei Jahren hat E.S. auf einer Teletext-Seite ein Inserat geschalten. Er hat sich als Frau ausgegeben und käuflichen Sex angeboten.

Per SMS soll er sich dann in Reinach und Sursee mit seinen Freiern getroffen haben, berichtet Tele M1.

Dabei hat er die Männer angewiesen, Geld in einem privaten Briefkasten zu deponieren und dann im Auto zu warten. Meistens handelte es sich um Beträge von 200 bis 500 Franken.

E.S. hat das Geld genommen und sich damit aus dem Staub gemacht. So konnte er sich gesamthaft über 7000 Franken ergaunern. 13 seiner Opfer haben Klage eingereicht.

Eines seiner Opfer ist Nicola L. Bis heute kann er sich nicht erklären, wie er auf diese dreiste Masche hereinfallen konnte.

850 Franken konnte die vermeintliche Prostituierte von ihm ergaunern. «Es ist richtig dumm gelaufen», so L. gegenüber Tele M1.

So etwas passiere ihm nur einmal. Es sei ihm eine Lehre gewesen, wie für viele andere auch.

E.S. ist schon vorverurteilt wegen Urkundenfälschung und Kreditkartenbetrug.

Das Bezirksgericht Kulm verurteilte ihn am Freitag zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten mit einer Probezeit von drei Jahren.

E.S. hat den Klägern das Geld zurückbezahlt. (ldu)