Wahlen 2011

Weshalb BDP-Mann Bernhard Guhl weniger schläft als sonst

Bernhard Guhl

Bernhard Guhl

Er gehört zu den neuen Mitgliedern des Nationalrates. Nun stellt die az den Politiker vor. Bernhard Guhl hat sich mit dem Aktenstudium auf sein Amt vorbereitet. Nervös war er trotzdem.

«Es ist gewaltig, im Nationalratssaal zu sitzen, mit all diesen Medien und den vollen Zuschauerrängen», sagt Bernhard Guhl, frisch gebackener Nationalrat aus Niederrohrdorf. Erst bei der Vereidigung habe er realisiert, was los ist. «Das war ein spezielles, ein gutes Gefühl. Ich fühlte mich geehrt.»

Spannend sei auch gewesen, all diese Parlamentarier zu sehen, die man sonst nur vom Fernsehen kenne. Seit seiner Wahl hat sich einiges verändert: «Ich schlafe weniger als sonst», sagt der Grossrat. Tagsüber musste er Pendenzen im Geschäft abbauen und abends widmete er sich dem Aktenstudium für sein neues Amt in Bern.

Hoffen auf Widmer-Schlumpf

Der 39-Jährige ist Präsident der BDP Aargau. Aufgewachsen ist er auf dem Bauernhof seiner Eltern im Thurgau, worauf sein Dialekt schliessen lässt. Der Hobby-Imker und Gruppenführer der Feuerwehr gab im Vorfeld zu, dass er nervös war, auf den ersten Tag in Bern. Er freue sich aber auf seine Arbeit im Nationalrat. Interessiert ist er an der Mitarbeit in den Bereichen Umwelt und Energie oder in der sicherheitspolitischen Kommission.

Bald stehen die Bundesratswahlen an: Guhl ist zuversichtlich, dass seine Parteikollegin Eveline Widmer-Schlumpf die Wiederwahl schafft. «Ich bin für Kontinuität. Wenn jemand seine Arbeit gut macht, dann soll die Person auch im Amt bleiben.» Guhl wurde gestern Morgen vom Gemeinderat mit einem Brunch verabschiedet. «Wir sind stolz, einen Nationalrat aus unserer Gemeinde zu haben», sagte Ammann Gregor Naef.

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