Seit 2007 gibt es im Aargau «Sozialhilfe-Detektive». Sie wurden vorerst als Pilotprojekt in vier Gemeinden eingesetzt, anschliessend wurde das Projekt ausgeweitet. 2010 waren 64 Gemeinden am Projekt beteiligt, wie der Kanton am Montag mitteilte.

92 Prozent der Sozialhilfeleistungen sind legitim

Im letzten Jahr wurden in 1'326 Fällen Hausbesuche in Gemeinden durchgeführt. Davon wurden 25 Gesuche abgelehnt und 5 laufende Fälle eingestellt. Zwei Gesuche seien nach Ankündigung eines Hausbesuchs zurückgezogen worden, meldet das Departement Gesundheit und Soziales.

In 1'220 Fällen aller Abklärungen sei die Sozialhilfe auch nach dem Hausbesuch unverändert geblieben. Das heisst: 92 Prozent aller Sozialhilfebezüge sind rechtmässig, dies haben die Hausbesuche der «Sozialdetektive» ergeben.

Gemeinden sparen 60'000 Franken Sozialhilfe pro Monat

Immerhin seien durch die Massnahmen aus den Aussendienst-Einsätzen Zahlungen in der Höhe von geschätzten 60'000 Franken pro Monat verhindert worden. Das Projekt habe grosses Potential, noch weiter zu wachsen. Das Interesse der Gemeinden sei gross.

Die Gemeinden hätten den administrativen Aufwand senken können, seien besser informiert und profitierten von einem sichereren und effizienteren Verfahrensablauf, fasst das Gesundheitsdepartement die Effekte des Projekts zusammen.

«Sozialdetektive» bringen «wichtige Erkenntnisse»

Der «Aussendienst» macht unangekündigte Hausbesuche bei Sozialhilfebezügern oder bei Menschen, die einen Antrag auf Sozialhilfe gestellt haben. Damit werden die Verhältnisse vor Ort abgeklärt. Für die Behörden liefere dieser Dienst «wichtige Erkenntnisse über die tatsächliche Situation ihrer Sozialhilfebeziehenden».