Wissenschaftsolympiaden

So klug sind die Aargauer Mittelschüler

Die Aargauer Preisträger Daniel Ballmer und Rahel Brügger (Mitte). (Foto: Hannes Sutter)

Die Aargauer Preisträger Daniel Ballmer und Rahel Brügger (Mitte). (Foto: Hannes Sutter)

Die Neue Kantonsschule Aarau erhielt am Samstag in Bern den Schulpreis der Schweizer Wissenschaftsolympiaden 2010. Auch die Auszeichnungen für die beste Einzel- und die besten Teamleistungen gingen in den Aargau.

Gleich sechs Aargauerinnen und Aargauer nahmen dieses Jahr an internationalen Wissenschaftsolympiaden teil - mehr als aus jedem anderen Kanton. Und auch die vielen Auszeichnungen am gestrigen «Swiss Scientific Olympiads Day» in Bern zeigen: Der Kanton Aargau ist führend in der Förderung von interessierten und begabten Schülern in den Naturwissenschaften.

Nach der Kantonsschule Wettingen vor zwei Jahren erhält 2010 auch die Neue Kantonsschule Aarau (NKSA) den Schulpreis. «Dies ist eine grosse Ehre für uns», freut sich Rektor Daniel Franz. «Die Auszeichnung ist eine grosse Anerkennung für die bewusste Förderung von begabten und leistungswilligen Schülern.»

10 Prozent der NKSA-Schüler sollen teilnehmen

Ziel der NKSA ist, dass mindestens zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums an der Schweizer Wissenschaftsolympiade teilnehmen. Zur Erreichung des ambitionierten Ziels wurde ein Koordinator eingesetzt, der das Lehrerkollegium und die Schülerinnen und Schüler unterstützt.

Ebenfalls in den Aargau gehen der Preis für die beste Einzelleistung sowie zwei Teampreise. Rahel Brügger aus Niederlenz erhält die Auszeichnung für die beste Einzelleistung. Die ehemalige Schülerin der NKSA hat dieses Herbstsemester in Basel ein Studium der Nanowissenschaften in Angriff genommen. Noch im vergangenen Juli nahm sie an der internationalen Biologieolympiade im Südkoreanischen Changwon teil - und gewann dort die Silbermedaille.

National und international vorne

«Die Teilnahme machte mir grossen Spass, vor allem auch, weil die Motivation an der Olympiade eine ganz andere war als in der Schule», sagt Brügger. Im Team gewann sie zusammen mit Daniel Ballmer und zwei ausserkantonalen Schülern ebenfalls einen Preis. Dazu der Unterentfelder Ballmer: «Es war sehr spannend, neue Leute kennen zu lernen. Biologie war ja nur der kleinste gemeinsame Nenner an den Olympiaden, die Diskussionen beschränkten sich nicht auf das Fach.» Ballmer und Brügger gehörten in den theoretischen und praktischen Prüfungen national wie auch international zu den Besten.

Wieso sind Aargauer Schüler an den Wissenschaftsolympiaden so erfolgreich? Rektor Franz erklärt: «Mit den vom Kanton zur Verfügung gestellten Ressourcen konnten wir ein attraktives Umfeld schaffen für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler in Naturwissenschaften.» Hinzu kämen engagierte Lehrpersonen sowie das vergleichsweise strenge Aargauer Schulsystem. Franz hofft nun, dass die Erfolge auch die jüngeren Schüler anstecken werden.

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