Einem Autofahrer fielen am Montagmorgen um 5 Uhr auf dem Pannenstreifen der Autobahn A3 bei Möhlin (Fahrbahn Zürich) vier mit Schrauben versetzte Bretter auf.

Die Kantonspolizei Aargau fand vor Ort Holzbretter, aus denen Schrauben spitz hervorragten. Verletzt wurde nach Polizeiangaben vom Montag niemand.

Wer die Bretter auf dem Pannenstreifen deponiert hat und mit welcher Absicht, steht nicht fest.

Auf der betreffenden Autobahnstrecke fahren die Fahrzeuge mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde über den Asphalt. Nach Einschätzungen der Kantonspolizei, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es bei diesen Geschwindigkeiten zu einem Kontrollverlust über das eigene Fahrzeug kommen kann, wenn jemand über die Bretter fährt.

Nagelbretter auf der Autobahn in Möhlin

Nagelbretter auf der Autobahn in Möhlin: Der Bericht von Tele M1.

«Wenn man mit 120 Kilometern pro Stunde plötzlich einen Platten auf einem oder sogar zwei Reifen hat, dann muss man als Fahrer gut reagieren, um nicht die Kontrolle über das eigene Fahrzeug zu verlieren», so Roland Pfister von der Kantonspolizei. Dabei wäre ein Unfall, zum Beispiel ein Zusammenstoss mit den Leitplanken, aber auch ein Zusammenstoss mit weiteren Beteiligten denkbar. 

Schon allein der Schockmoment kann bei diesen Geschwindigkeiten schnell zu einem Unfall führen. «Was wäre, wenn jemand ausweicht?», so Pfister. Dies wäre eine nahe liegende Reaktion, wenn man als Fahrer solche Objekte auf der Fahrbahn sichtet. Auf der Autobahn sind nicht nur Autos unterwegs. Die Auswirkungen auf ein Motorrad, das bei diesen Geschwindigkeiten unterwegs ist, kann man nur erahnen.

«Was genau passieren würde, müsste man testen», sagt Roland Pfister. Hätten die gefährlichen Bretter mitten auf der Fahrbahn gelegen, wäre ein Unfälle nicht auszuschliessen - davon kann man ausgehen.

Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen (Tel. 062 886 88 88). (mon)