Gemeindeversammlung
Keine Steuerfusserhöhung nötig: Seengen leistet sich ein neues Schulhaus

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 24. März entscheiden die Seenger über ein neues Schulhaus und eine Anschaffung für die Burgturmbar.

Anja Suter
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Für 8,885 Millionen Franken soll Seengen ein zusätzliches Schulhaus erhalten.

Für 8,885 Millionen Franken soll Seengen ein zusätzliches Schulhaus erhalten.

Britta Gut

Neben dem denkmalgeschützten Burgturm und dem Schulhaus 3, parallel zur Egliswilerstrasse, soll das neue Schulhaus zu stehen kommen. Damit reagiert Seengen auf die wachsenden Schülerzahlen, die neuen Lernformen und den dadurch entstehenden Raumbedarf. An einer Orientierungsversammlung am Mittwochabend informierten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Traktanden der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 24. März.

Das Siegerprojekt sei sehr überzeugend gewesen, sagte der zuständige Gemeinderat Eli Wengenmaier. «Es hat unsere Erwartungen vor allem auch in Sache Funktionalität erfüllt.» Der Neubau ist als zweigeschossiger Massivbau konzipiert. So sind im Untergeschoss Schutzräume mit 200 Plätzen geplant, zudem sollen Technik- und Lagerräume realisiert werden. Im Erdgeschoss finden die Tagesstrukturen, der Lernort und die Schulsozialarbeit Platz. Im Obergeschoss sind zudem die Räumlichkeiten der Musikschule.

Neu gestaltet wird auch der Pausenplatz: Er soll aufgewertet und durch freistehende Bauminseln begrünt werden. Es sollen zudem kleinräumige Spiel- und Aktivitätsnischen rund um das neue Gebäude entstehen. «Der Pausenplatz kann ausserhalb der Schulzeiten weiterhin als Parkplatz genutzt werden», sagte Wengenmaier. Und auch der bestehende Baumbestand solle möglichst erhalten bleiben.

Die Kosten für das neue Schulhaus belaufen sich auf 8,885 Millionen Franken. Hinzu kommt der bereits bewilligte Projektierungskredit von 586000 Franken. «Das Schöne ist, dass es der Gemeinde Seengen finanziell gut geht. Eine Steuerfusserhöhung ist darum nicht nötig», so Eli Wengenmaier.

Eine Erweiterung ist nicht aktiv eingeplant

Das Projekt fand an der Orientierungsversammlung am Mittwochabend Zustimmung. Fragen gab es unter anderem dazu, ob es möglich sei, das Schulhaus bei mehr Platzbedarf zu erweitern. Dies sei nicht aktiv eingeplant worden, da momentan kein Bedarf bestehe, so Wengenmaier. Eine Votantin wollte wissen, was mit den aktuellen Räumlichkeiten des Mittagstisches und der Musikschule geschehe. Diese werden umgenutzt.

Ebenfalls vorgestellt wurde der Gastrocontainer, welcher für die Gartenwirtschaft der Burgturmbar geplant ist. Bedingt durch den Neubau des Schulhauses und durch ihren schlechten Zustand muss die Burgturmscheune zurückgebaut werden. Die Gartenwirtschaft verliert dadurch die Infrastrukturräume. Es müsse Ersatz geschaffen werden, ansonsten könne die Gartenwirtschaft nicht mehr betrieben werden. «Wir haben abgeklärt, ob ein Anbau möglich ist, dies geht jedoch aufgrund des Denkmalschutzes nicht», sagt Wengenmaier. Für den Gastrocontainer wird ein Kredit von 58000 Franken beantragt.