Hunzenschwil
Post wird zum Kindergarten, «Frohsinn» vielleicht zur Kita

XXL-Wahlsonntag in Hunzenschwil: Sieben Vorlagen für die Einwohnergemeinde, vier für die Ortsbürger. Den grössten Zuspruch bekam das Budget mit einer Steuerfusssenkung.

Katja Schlegel
Drucken
Teilen
Hunzenschwil

Hunzenschwil

Aargauer Zeitung

Hunzenschwiler Kinder werden künftig auch in der alten Post den Kindergarten besuchen: Den Umbau-Kredit von 790000 Franken haben die Stimmberechtigten – die Wahlbeteiligung lag bei tiefen 23 Prozent – mit 433 zu 107 Stimmen (Ja-Anteil von 80 Prozent) genehmigt.

Angenommen wurden der Kredit von 888000 Franken für den Ersatz der Heizzentrale mit einer Holzpelletheizung (78 Prozent) sowie die 140000 Franken für die Dachsanierung des Primarschulhauses (87 Prozent), die Rechnung 2019 (95 Prozent) sowie der Projektierungskredit von 139000 Franken für das Grundwasserpumpwerk Suret (93 Prozent).

Auch den "Kompromiss" nehmen die Steuerzahler gerne an
Den grössten Brocken, die 1,58 Millionen Franken für die Sanierung der Wasser- und Abwasserleitungen in der Hauptstrasse, nahmen die Stimmberechtigten mit 88 Prozent an. Diese Hauptstrasse und deren Sanierung waren es denn auch, die den Gemeinderat beim Budget 2021 zu einem «Kompromiss» gezwungen hatten: eine Steuerfusssenkung von 102 auf 99 Prozentpunkte. Angestrebt war eine Senkung von fünf Prozentpunkten. Die Stimmberechtigten nahmen das Budget trotzdem mit 95 Prozent an.

Ortsbürger kaufen den "Frohsinn"
Nicht mehr als Restaurant, möglicherweise aber als Kindertagesstätte oder Asylunterkunft genutzt werden könnte der «Frohsinn». Das jedenfalls schwebt dem Gemeinderat vor. In den Unterlagen stand, dass der Gemeinderat gedenke, zumindest einen Teil der Liegenschaft an die Einwohnergemeinde zu vermieten. Diese liegt in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, direkt bei der Schulanlage und dem Gemeindehaus.

Mit dem bisherigen Eigentümer konnte der Gemeinderat einen Preis von 1,2 Millionen Franken aushandeln. Diesem Kauf haben die Ortsbürger nun mit 36 zu 7 Stimmen zugestimmt. Das entspricht einem Ja-Stimmenanteil von knapp 84 Prozent. Insgesamt lag die Stimmbeteiligung bei rund 42 Prozent.

Deutlich angenommen haben die Ortsbürger auch die Rechnung 2019 (98 Prozent), die Revision des Forstvertrags (86 Prozent) und das Budget 2021 (95 Prozent).

Aktuelle Nachrichten