Möriken-Wildegg
Die Arbeiten für die Mälzerei sind im Zeitplan - die Planung war teilweise eine Herausforderung

Die Arbeiten auf der Baustelle der neuen Mälzerei in Möriken-Wildegg sind im Gang. Im Mai sollen die Holzbauarbeiten beginnen.

Anja Suter
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Auf der Baustelle der zukünftigen Mälzerei (von links): Matthias Wipf, Christoph Nyfeler und Adrien Barras.

Auf der Baustelle der zukünftigen Mälzerei (von links): Matthias Wipf, Christoph Nyfeler und Adrien Barras.

Britta Gut

Auf rund 2000 Quadratmetern neben der Zementfabrik soll sie entstehen: die neue Mälzerei in Möriken-Wildegg. Wo später Lastwagen Braugerste anliefern werden, ist heute noch eine grosse Baustelle. «Momentan laufen die Arbeiten für die Kanalisation und das Fundament», erklärt ­Initiant Christoph Nyfeler.

Bereits im Mai soll es mit den Holzbauarbeiten losgehen. «Die Planung dafür war eine Herausforderung, da die Holzhalle rund um die Anlage geplant werden musste», erklärt Matthias Wipf von der Schäfer Holzbautechnik AG. Dass es eine Holzbauhalle sein soll, sei für ihn klar gewesen, sagt Christoph Nyfeler. «Das Projekt ist komplett auf Regionalität und Nachhaltigkeit ausgelegt.» So stammt ein Grossteil des Holzes, welches verbaut werden wird, aus dem Forstbetrieb Lenzia. Unter anderem werde auch Holz verwendet, das einen Borkenkäferbefall hatte, so Wipf. Dieses nimmt teilweise eine bläuliche Färbung an, verliert aber sonst nicht an Qualität.

Ein Blick auf die Baustelle der neuen Mälzerei in Möriken-Wildegg.

Ein Blick auf die Baustelle der neuen Mälzerei in Möriken-Wildegg.

Britta Gut

Die Fassade des Holzbaus wird schwarz. Dies jedoch nicht aufgrund von Farbe, sondern einer japanischen Kohletechnik, bei welcher das Holz mit Feuer behandelt wird. Dies habe unter anderem den Vorteil, dass die Fassade vor Ausseneinflüssen geschützt sei, so Adrien Barras von Atelier Barras Architekten. Das Dach der Mälzerei soll zudem eine Photovoltaik-Anlage erhalten. Ein grosser Moment folgt im Juli. Dann wird die Mälzerei-Anlage aus dem deutschen Bamberg angeliefert. Ein Unterfangen, das minutiös geplant werde, da für die Anlieferung ein Schwertransport nötig sei, so Nyfeler.

Im Mai sollen die Holzbauarbeiten beginnen.

Im Mai sollen die Holzbauarbeiten beginnen.

Britta Gut

Nicht vor Ort sein wird das Lager: «Wir haben uns bei diesem Punkt dazu entschieden, mit der Firma Bachmann aus Kölliken zusammenzuarbeiten.» Die Anlage soll Anfang September in Betrieb genommen werden. Ab November soll planmässig Malz produziert werden. «Wir sind im Zeitplan», so Nyfeler. Die Anlage in Möriken-Wildegg wird jedoch nicht nur für die Bierproduktion arbeiten. «Das Malz wird auch in die Lebensmittelindustrie gehen.» Zudem arbeite man derzeit mit der Fachhochschule für Landwirtschaft zusammen (HAFL), die forsche, inwiefern das Malz für Proteinprodukte genutzt werden kann. (asu)