Lenzburg
In Staufen bauen jetzt auch die Ortsbürger: Elf Wohnungen sollen für 5,26 Millionen Franken entstehen

Die Ortsbürger von Staufen wollen bauen. Die Gemeindeversammlung soll denn Millionenkredit für ein Haus mit elf mehrheitlich kleinen Wohnungen bewilligen.

Anja Suter
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Mehrstöckig und mit Holzverschalung: der geplante Bau.

Mehrstöckig und mit Holzverschalung: der geplante Bau.

zvg

An der Ortsbürgerversammlung im vergangenen Juni wurde bereits ein Kredit von 196'000 Franken für die Durchführung eines Gesamtleistungswettbewerb für ein Mehrfamilienhaus auf der Ortsbürgerparzelle am Juraweg gesprochen. Nun beantragt der Gemeinderat an der Ortsbürgergemeindeversammlung am 16. Dezember einen Kredit in der Höhe von 5,26 Millionen Franken für den Neubau eines Mehrfamilienhauses am Juraweg.

«Vorgängig zum Gesamtleistungswettbewerb fand in den Monaten September bis November 2019 die Präqualifikation zur Auswahl der bestqualifizierten Teams aus Totalunternehmer und Architekten statt», heisst es in den Traktanden. Von den elf eingegangenen Bewerbungen seien sechs zum anonymen Gesamtleistungswettbewerb unter dem Motto «Neubau Mehrfamilienhaus Jung und Alt» zugelassen worden.

«Feingliedriges Holzhaus»

Ausgewählt wurde das Projekt «casa popolare» des Teams Wetter Industrie- und Gewerbebau AG aus Busslingen mit den BEM Architekten aus Baden. Das Mehrfamilienhaus soll auf der Seite des Jurawegs drei und auf der südlichen Seite vier Geschosse haben, um so allen Wohnungen die beste Besonnung und schöne Ausblicke zu ermöglichen, heisst es in den Unterlagen.

Geplant ist ein Massivbau. Die Fassaden sollen mit einer druckimprägnierten Holzverschalung verkleidet werden. Trotzdem soll das Haus als «feingegliedertes Holzhaus» in Erscheinung treten, wie es heisst. Das Haus wurde als zweckmässiges Mehrfamilienhaus geplant: «Das sich von den übrigen Mehrfamilienhäusern von Staufen unterscheidet. Dabei wurde auf Funktionalität, Zweckmässigkeit und Wohnlichkeit geachtet.»

Im Total sind elf Wohnungen geplant. Zehn der Wohnungen haben 2,5 Zimmer. Acht Wohnungen sind dabei als klein deklariert und zwei als gross. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist ausserdem eine 172 Quadratmeter grosse Wohnung geplant, die gemäss Unterlagen als «Gemeinschafts-Wohnung» deklariert ist. Sie enthält unter anderem drei Schlafzimmer, ein Gästezimmer, eine Gemeinschaftsküche und Waschmaschine und Tumbler. Speziell für ein Wohnhaus dürfte ausserdem auch der geplante Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss sein.

Neubau als zusätzliche Einnahmequelle

Mit der Nutzung der Ortsbürgerparzelle soll eine neue Einnahmequelle erschlossen werden, um die Aufgaben der Ortsbürgergemeinden auch noch in der Zukunft erfüllen zu können, heisst es in den Unterlagen. Für die Renditeberechnung wurde eine jährliche Miete von 240 bis 260 Franken pro Quadratmeter zu Grunde gelegt. «Zur Renditeberechnung wurde bewusst nicht der höchstmögliche Mietzins angesetzt. Die öffentliche Hand soll nicht marktreibend in Erscheinung treten», schreibt der Gemeinderat.