Fahrwangen
Ein Fahrwanger Rückzieher kommt vor die Gmeind – so wie das Pensum des Gemeinderats

Am 29. Juni darf der Souverän eine erfreuliche Jahresrechnung verabschieden. Doch bereits stehen neue Kosten am Horizont.

Florian Wicki
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Gemeindehaus in Fahrwangen (Symbolbild)

Gemeindehaus in Fahrwangen (Symbolbild)

Peter Siegrist

Im September stimmt die Gemeinde Fahrwangen über einen Baukredit in der Höhe von rund 10 Millionen Franken ab, mit dem die für die Gemeinde überaus wichtige Erweiterung des Bezirksschulhauses finanziert werden soll. Bereits gegen den Planungskredit war das Referendum ergriffen worden.

An der Gmeind vom 29. Juni geht es nicht ums Schulhaus. Dafür unter anderem um die Jahresrechnung 2020, die rund 346'000 Franken besser abschloss als budgetiert. Die Abweichung ist laut Gemeinderat beispielsweise auf Steuermehreinnahmen von fast 400'000 Franken zurückzuführen. Dazu kommen Einsparungen von rund 109'000 Franken bei der Oberstufe und 99'000 Franken bei den Löhnen im Bereich der Gemeindestrassen.

Weiter entscheidet die Gemeindeversammlung – wie viele andere Gemeinden – über die aufgrund tieferer Kosten weitgehend unbestrittene Neuorganisation der 22 Zivilschutzorganisationen. Und über einen Nachtragskredit von 96'500 Franken für die Wasserversorgung «Helgenhüsli».

Mehr Lohn für den Ersatz der Schulpflege

Zudem beantragt der Fahrwanger Gemeinderat ein höheres Pensum: Da die Schulpflege durch ein Gremium ersetzt wird, in dem zwei Gemeinderäte – zurzeit die Ressortvorsteherin Bildung und der Ressortvorsteher Oberstufe – Einsitz nehmen werden, sieht der Gemeinderat Mehraufwand von 15 Stellenprozenten. Deshalb sollen neu 115 Stellenprozente im Wert von 138'000 Franken (vorher 120'000 Franken) budgetiert werden.

Und schliesslich kommt ein etwas eigentümliches Traktandum vor die Gemeindeversammlung, und zwar eine Änderung der Gemeindeordnung: 2018 wurde die kommunale Steuerkommission aufgehoben und durch eine regionale Lösung mit Sarmenstorf und Uezwil ersetzt.

Auch der Kanton muss der Änderung zustimmen

Nun hat der Gemeinderat Fahrwangen den Vertrag mit Sarmenstorf betreffend der Führung des Steueramts per Ende 2021 gekündigt. Er möchte jetzt auf jeden Fall wieder eine kommunale Steuerkommission führen, darum nun die Änderung.

Jetzt soll die Gmeind noch ihren Segen geben. Nach der Genehmigung ist eine Urnenabstimmung notwendig, anschliessend muss auch noch das Departement des Innern des Kantons Aargau zustimmen.

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