Boniswil
600 Kilometer mit dem Elektro-Sportwagen – «einfach aus Spass»

Jakob Nestmeier fährt vom Hallwilersee nach Bayreuth in Bayern. Das besondere daran ist sein Fahrzeug: Ein «eRod», ein Elektro-Sportwagen der Firma Kyburz.

Eva Wanner Jetzt kommentieren
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Jakob Nestmeier fährt mit dem Elektro-Sportwagen eRod 600 Kilometer vom Hallwilersee nach Beyreuth.

Jakob Nestmeier fährt mit dem Elektro-Sportwagen eRod 600 Kilometer vom Hallwilersee nach Beyreuth.

zvg

Man sitzt gefühlt fast auf der Strasse, liegt lässig in die Kurve, lässt sich den Fahrtwind durch die Haare wehen – traumhaft, die grosse Freiheit. Zumindest, wenn man Autos mag. Und noch mehr, wenn man besondere Autos mag. So wie Jakob Nestmeier.

Gestern Freitagmorgen hat sich der 19-Jährige aufgemacht, um genau dieses Fahr-Feeling zu erleben. Seine Mutter Sabine Nestmeier und ihr Partner Thomas Eichenberger führen die Sunel AG in Boniswil, über die sie Elektrofahrzeuge verkaufen und eine Werkstatt betreiben.

In ihrem Besitz: Zwei «eRods», Elektro-Sportwagen von Kyburz, der bekannten Schweizer Herstellerin von Elektroautos. Allerdings ist sie eher bekannt für Senioren- und Post-Fahrzeuge. «Der eRod soll einfach Spass machen», sagt Sabine Nestmeier.

Und weiter: «Die Firma stellt aktuell den hundertsten dieser Wagen her.» Einer der 99 bereits existierenden ist nun auf dem Weg nach Bayreuth in Bayern, wo Nestmeiers ursprünglich herkommen.

«Über die Landstrasse zu fahren ist schöner»

Warum er das macht? «Einfach aus Spass», sagt Jakob Nestmeier - also genau aus dem Grund, aus dem der Hersteller das Auto produziert.

Ganz einfach rein in den puristischen Sportwagen und losflitzen ging aber nicht; die eine oder andere Modifikation musste er noch vornehmen. Nur schon, damit der Fahrer Gepäck mitnehmen kann und sein Handy beziehungsweise darauf das Navi irgendwo in Sichtweite hat. Auch eine Rückfahrkamera hat er angebracht.

Jakob Nestmeier hat selbst Modifikationen am Wagen vorgenommen.

Jakob Nestmeier hat selbst Modifikationen am Wagen vorgenommen.

zvg

Theoretisch dürfte das schnittige Auto auf die Autobahn, die Spitzengeschwindigkeit beträgt 120 km/h. Lange, gerade Strecken wird der 19-Jährige aber vermeiden. «Das wird langweilig. Über die Landstrasse zu fahren ist schöner», sagt er.

Die 600 Kilometer wird er in Etappen bewältigen. Einerseits weil nur Autofahren irgendwann auch keinen Spass mehr macht, andererseits weil die Batterie des Autos für 120 bis 180 Kilometer reicht, je nach Strecke und Fahrweise. «Wir haben eine Liste mit Ladestationen unterwegs erstellt», so Nestmeiers. Die grosse Freiheit wird also unterbrochen – zum Auftanken. Und zum Schreiben: Auf Instagram (sunel_ag) wird ein Reisebericht erscheinen.

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