Beinwil am See
Wegen Problemen mit Tieren: Beinwil führt für Kehrichtsäcke die Kübelpflicht ein

Anstelle von Gebührenmarken gibt es gebührenpflichtige Abfallsäcke und die dürfen nicht mehr einfach an die Strasse gestellt werden.

Anja Suter
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In Beinwil am See werden die Marken gegen gebührenpflichtige Abfallsäcke getauscht.

In Beinwil am See werden die Marken gegen gebührenpflichtige Abfallsäcke getauscht.

Michael Küng / Aargauer Zeitung

Seit einigen Jahren gibt es in Beinwil am See im Frühling Probleme mit aufgerissenen Abfallsäcken. «Im vergangenen Jahr hat sich der Abfall eines Sackes sogar über die Bahnstrecke fast bis nach Mosen verteilt», erzählt die zuständige Gemeinderätin Jacqueline Widmer. Bisher arbeitete Beinwil am See mit Gebührenmarken, welche auf die Säcke geklebt wurden. Diese konnten im Volg oder auf der Gemeinde bezogen werden. Damit ist jedoch per 1. April Schluss.

Neu arbeitet die Gemeinde mit gebührenpflichtigen Säcken. Diese können in der Migros, im Coop oder auch im Volg bezogen werden. «Durch den Wechsel wird auch die Verwaltung entlastet, die vorher den Verkauf und die Abrechnung abwickeln musste», sagt Widmer. Doch es gibt noch eine weitere Änderung: Neu müssen die Kehrichtsäcke in Kübeln deponiert werden, damit die Abfallsäcke nicht mehr von Tieren wie Füchsen und Krähen zerrissen werden können. Mit den Gebührensäcken geht Beinwil am See genau genommen zum Ursprung zurück: «Das System mit den Gebührensäcken hatten wir schon vor mehr als 20 Jahren. Die Säcke hatten aber keine gute Qualität», sagt Widmer. Darum wechselte die Gemeinde zu den Gebührenmarken. Das neue Konzept gilt ab dem 1. April. «Ab diesem Zeitpunkt werden keine Marken mehr verkauft. Die bereits gekauften Marken dürfen aber selbstverständlich noch bis Ende Jahr verwendet werden», sagt Jacqueline Widmer.