Dintikon/Villmergen
Anwohner kämpfen gegen Lyreco-Hauptsitz in Dintikon

Der Zürcher Bürobedarfshändler Lyreco hat in Dintikon grosse Pläne und will sein Betriebszentrum zum neuen Hauptsitz mit 300 Angestellten ausbauen. Dagegen wehren sich nun 40 Anwohner aus Villmergen mit einer Sammel-Einwendung.

Pascal Meier
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So soll der neue Lyreco-Hauptsitz in Dintikon aussehen:

So soll der neue Lyreco-Hauptsitz in Dintikon aussehen:

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Der Zürcher Bürobedarfshändler Lyreco Switzerland AG scheint sich im Aargau – und vor allem in der Gemeinde Dintikon – pudelwohl zu fühlen.

Seit 2002 betreibt die laut Eigenwerbung «grösste Papeterie der Schweiz» im Siloring zwischen Getreidesilo und Papyrus-Logistikzentrum ein Betriebsgebäude, wo 7000 Papeterie-Artikel von den Herstellern angeliefert, neu verpackt und per Bahn und Lastwagen an Geschäftskunden verschickt werden.

Rund 100 Lyreco-Angestellte arbeiten derzeit im Dintiker Industriegebiet.

Bis ins Jahr 2015 soll diese Zahl auf 300 Mitarbeiter steigen. Denn Lyreco will ihren Hauptsitz vom zürcherischen Dietikon nach Dintikon verlegen und dort neben dem heutigen Betriebszentrum für 40 bis 50 Millionen Franken ein neues Betriebs- und Verwaltungsgebäude auf der grünen Wiese bauen (wir berichteten).

Dieses umfasst gemäss Planung unter anderem ein 110 Meter langes Hochregallager, ein fünfstöckiges Bürogebäude sowie ein Parkhaus mit 240 Plätzen.

Auch Villmergen betroffen

Gegen diese Expansionspläne hat sich nun Widerstand formiert: 40 Personen kämpfen mit einer Sammel-Einwendung gegen das Baugesuch von Lyreco, wie der Dintiker Gemeindeschreiber Pirmin Kohler auf Anfrage der az erklärte.

Auf dem Tisch liegt zudem eine Einwendung einer Einzelperson. «Die Einwendungen stammen von Anwohnern aus dem angrenzenden Quartier, das auf Villmerger Gemeindegebiet liegt», sagte Pirmin Kohler.

Die gleiche Sammel-Einwendung ist auch in Villmergen eingegangen, wie die Bauverwaltung der Unterfreiämter Gemeinde auf Anfrage bestätigt. Weil der Neubau des Lyreco-Hauptsitzes sowohl auf Dintiker als auch Villmerger Boden zu stehen kommen soll, braucht es in beiden Gemeinden je ein Baugesuch.

Warum die Anwohner gegen den Neubau kämpfen, ist nicht bekannt. Lyreco äusserte sich wegen des laufenden Verfahrens nicht zu den Einwendungen. Der Bürobedarfshändler kann nun zu den Einwendungen Stellung beziehen. Danach finden – falls nötig – Einspracheverhandlungen statt. Die Gemeinden Villmergen und Dintikon werden diese eventuell gemeinsam führen.