Möriken-Wildegg
Anspruchsvoller Zeitplan: «Die Mälzerei-Halle wird in rund zehn Arbeitstagen aufgestellt»

Christoph Nyfeler über den anspruchsvollen Zeitplan des Projektes, das in Wildegg realisiert werden soll.

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len - schweizer maelzerei - inhaber christoph nyfeler 02

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Fritz Thut/Lenzburger Bezirksanzeiger

Das Standortgeheimnis ist gelüftet. Die schweizweit einzigartige Mälzerei soll neben der Zementfabrik in Wildegg gebaut werden. Initiant Christoph Nyfeler erklärt, wie er den ehrgeizigen Terminplan einhalten will.

Wann wird gemäss Ihrem Terminplan die Mälzerei stehen und in Betrieb gehen?

Christoph Nyfeler: Die Anlage wird per Anfang September 2021 in Betrieb genommen. Während der ersten vier bis sechs Wochen ab Inbetriebnahme werden Testläufe absolviert. Somit können wir ab November 2021 planmässig Malz produzieren und ausliefern.

Aktuell liegt erst ein Abbruchgesuch auf (bis 18. Januar). Wann folgt das Baugesuch?

Wir sind in der finalen Endplanung und haben gestern Montagmorgen die letzten Details mit Architekt Barras und Schäfer Holzbautechnik geklärt. Das Gesuch wird nun über die Festtage unterschrieben und eingereicht.

Warum wurden die beiden Gesuche nicht gleichzeitig aufgelegt?

Das Gesuch für den Abbruch der leerstehenden und baufälligen Liegenschaft konnte unabhängig vom Baugesuch eingereicht werden. Der Abbruch ist wetterunabhängig und kann somit terminnah erledigt werden.

Ist das Bewilligungsverfahren für eine Mälzerei speziell anspruchsvoll? Müssen Sie besondere Bedingungen erfüllen?

Die Anforderungen an einen Produktionsbetrieb sind enorm hoch. Viele verschiedene Vorschriften und Richtlinien müssen neben den Bauvorschriften korrekt eingehalten werden. Insbesondere die Vorschriften zu Brandschutz, zu Emissionen und im Lebensmittelbereich sind wichtig für eine qualitativ hochwertige Produktion. Seit diesem September arbeiten alle mit Hochdruck an der Umsetzung. Ich bin auch der Jura Cement sehr dankbar für die effiziente und unkomplizierte Zusammenarbeit.

Im optimalsten Fall werden Sie die Baubewilligung im Frühling haben. Wie schaffen Sie es, dass Sie bis im September sowohl das Gebäude aufgestellt als auch die Maschinen installiert haben?

Parallele Terminplanung und laufende Auftragserteilung. Lenzia Forstbetriebe ist bereits über die notwendige Holzmenge informiert und die Halle wird modular bei Schäfer Holzbautechnik gefertigt. Das Aufstellen der Halle wird somit in rund zehn Arbeitstagen erfolgen. Ebenfalls wird die Anlage in Modulen geliefert und vor Ort zusammengesetzt. Somit haben wir genügend Zeit für die Baumeisterarbeiten und die Elektroinstallationen. Die Anlieferung der Anlage ist auf Anfang Juli 2021 geplant.

Die Braugerste ist bereits angebaut. Sie müssen den Termin unbedingt einhalten können: Wie haben Sie sich abgesichert?

Der Terminplan ist genauso anspruchsvoll wie das ganze Projekt. Im Härtefall könnten wir die Gerste bis zu 12 Monate ohne Qualitätseinbussen einlagern. Ich bin aber dank einer ausserordentlich vorbildlichen Teamarbeit vom Zeitplan überzeugt. Deshalb ändert sich auch nichts an der vertraglichen Zusicherung zur Abnahme der angepflanzten Braugerste für dieses und die folgenden Jahre. (uhg)