«In einer gewöhnlichen Nacht unter der Woche»,, habe man eine sogenannte «Wühlmauskontrolle» durchgeführt. An den Autobahnanschlüssen Lupfig und Rothrist sowie auf der Raststätte Würenlos hielten Polizisten zwischen 23 Uhr und 1 Uhr in der Nacht auf Mittwoch den Verkehr an und baten verdächtige Fahrzeuglenker raus zur Kontrolle. Im Einsatz standen laut Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, 17 Beamte der mobilen Polizei. Diese kontrollierten rund 120 Fahrzeuge, grösstenteils Autos. 

Bis zum Ende der «Wühlmauskontrolle» gingen der Kantonspolizei insgesamt rund 30 fehlerhafte Fahrzeuglenker ins Netz, wie sie auf ihrer Facebookseite schreibt. Das sei ein «beachtliches» Ergebnis, steht im Post. Die häufigsten Übertretungen waren Fahren ohne Sicherheitsgurt sowie das Benützen der Autobahn ohne gültige Vignette (je zehn Fälle). 

Sechs Lenker unter Drogen- und Alkoholeinfluss

Die Polizei weist aber besonders auf sechs Fahrzeuglenker hin, die unter Drogen- oder Alkoholeinfluss unterwegs waren. Dies zeige, das die Kantonspolizei besonders beim «Thema Alkohol und Drogen» «dranbleiben» müsse. Bei diesen sechs Lenkern ordnete die Staatsanwaltschaft Blut- und Urinproben an. Zwei Autofahrer hatten fast über eine Promille intus und machten sich daher eines qualifizierten Vergehens schuldig, vermeldete Graser. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer mit rund 0,5 bis 0,8 Promille im Blut beging eine Übertretung.

Unter Drogen hinter dem Steuer sassen drei Personen im Alter zwischen 22 und 34 Jahren, unter anderem ein 34-jähriger Aargauer. Was genau für Drogen die drei Automobilisten konsumiert hatten, verriet Graser nicht. 

Ergebnis der Wühlmauskontrolle im Februar 2019

Ergebnis der Wühlmauskontrolle im Februar 2019

Auch drei Personen, die «im Fahndungsregister ausgeschrieben waren», hielt die Polizei an. Allerdings handelt es sich bei ihnen nicht wirklich um flüchtige Verbrecher. Einzig eine junge Frau sei zur Verhaftung ausgeschrieben gewesen – weil sie eine Busse nicht rechtzeitig bezahlt hatte, so Graser. Diese habe die Automobilistin mittlerweile bezahlt. Die anderen zwei Personen waren wegen Aufenthaltsnachforschungen «ausgeschrieben» – sie mussten ihre Adresse melden. 

Die Kantonspolizei Aargau führt seit 1986 regelmässig sogenannte «Wühlmauskontrollen» durch. Dabei handelt es sich um nächtliche «Grosskontrollen», bei denen besonders nach verdächtigen Personen und Fahrzeugen gefahndet wird. Die Beamten im Einsatz halten den Verkehr an und bitten verdächtig aussehende Lenker und Fahrzeuge raus zur Kontrolle. Die «Wühlmauskontrollen» sind also keine Verkehrskontrollen im eigentlichen Sinn, so Graser. Anstoss zur ersten «Wühlmauskontrolle» waren die Drogenproblematik und die steigende Anzahl Kriminaltouristen. 

Die Polizeibilder von Februar 2019