«World Engineers' Day»
Pont Neuf oder Tunnel Letten: Aargauer Ingenieure berichten über ihre Arbeit

Am 4. März ist der internationale Tag der Ingenieurinnen und Ingenieure. Dieses Jahr macht auch der Kanton Aargau mit.

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(sam) Sie bauen Brücken und Tunnels, lösen Verkehrsprobleme, gestalten den Raum, in dem wir leben: die Aargauer Ingenieurinnen und Ingenieure. Zu ihnen zählt etwa Roberto Scappaticci. Der Bauingenieur ist Projektleiter der neuen Aarebrücke in Aarau. Mit dem Pont Neuf will er der Stadt ein neues Wahrzeichen geben. Seit 2009 begleitet er das Projekt in allen Phasen. «Wir Ingenieure gewährleisten die Sicherheit im Verkehr und gestalten den Kanton Aargau mit unserer Arbeit für weitere Generationen», erklärt er im Video.

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Ingenieure wie Scappaticci werden heute in den Fokus gerückt. Am 4. März findet jedes Jahr der «World Engineering Day» der Unesco statt. Die Abteilung Tiefbau des Departements Bau, Verkehr und Umwelt nimmt dieses Jahr als Aktivpartner teil. In Videoporträts geben Aargauer Ingenieure Einblick in ihre Arbeit.

Das Ziel sei es, «die hervorragenden Leistungen der Ingenieurinnen und Ingenieure in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und den Ingenieurnachwuchs zu fördern», heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Dabei soll ihre zentrale Rolle bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der UNO-Agenda 2030 aufgezeigt werden.

250 Millionen Franken für Aargauer Bauprojekte

Jährlich werden laut Mathias Blaser, Ingenieur bei der Abteilung Tiefbau, 250 Millionen Franken in Bauprojekte investiert. «Wir planen Bauprojekte, die mehrere Generationen überdauern», sagt er. Dabei werden immer mehr Prozesse digitalisiert. Am Computer erstellen die Experten einen «digitalen Zwilling», bevor das Projekt in der Realität gebaut wird. Als Projektleiter laufen alle Fäden bei Blaser zusammen:

«Ich habe die Verantwortung vom ersten Gedanken bis zur Schlussrechnung.»

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Auf Elektrotechnik hat sich Ingenieurin Martina Tobler spezialisiert. Beim 912 Meter langen Tunnelprojekt «Letten» in Sins ist Tobler für die Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen verantwortlich. Dazu zählen das Licht im Tunnel, die Tunnelfahrumlüftung sowie Notruftelefone. Tobler ist fasziniert von ihrem Job:

«Technik bleibt nicht stehen, sondern entwickelt sich stets weiter. Es wird alles digital, es wird alles automatisch und am Schluss ist alles ‹magic›.»

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