Vandalismus

Wahlplakat von Maya Bally abgefackelt – «dieser Akt ist kein Zufall»

Maya Ballys Wahlplakat wurde niedergebrannt: Nur noch die verkohlte Halterung und etwas Asche zeugt davon.

Maya Ballys Wahlplakat wurde niedergebrannt: Nur noch die verkohlte Halterung und etwas Asche zeugt davon.

Ein Wahlplakat der Regierungsrats-Kandidatin Maya Bally ist kürzlich völlig abgebrannt. Einen solchen «extremen Akt von Vandalismus» habe sie noch nie erlebt, sagt die BDP-Politikerin. Einschüchtern lasse sie sich deswegen aber nicht.

Aufgemalte Schnäuze, Brillen oder Komikblasen – damit rechnet man bei Wahlplakaten im öffentlichen Raum ja schon fast. Dass ein Plakat abgefackelt wird, kommt hingegen selten vor. Genau das geschah kürzlich mit einem Wahlplakat von BDP-Regierungsratskandidatin Maya Bally Frehner im Raum Baden.

Von links und rechts attackiert

Die Kandidatin erfuhr von einem Parteikollegen davon, der ihr heute morgen das Bild vom abgebrannten Plakat beziehungsweise mit den übriggebliebenen Plakatstelzen schickte. „Das ist völlig daneben“, sagt Bally. Bereits im ersten Wahlgang wurde eins ihrer Plakate mit einem Schnauz verschmiert, ein anderes wurde umgekippt. Und auch Plakate von anderen Kandidaten wurden versprayt oder mit Sticker überklebt. „Einen solch extremen Vandalismusakt habe ich aber noch nie erlebt“, sagt Maya Bally. Das gehöre sich einfach nicht. „Egal bei wem.“

«Ich bin wirklich ganz genau in der Mitte»

«Ich bin wirklich ganz genau in der Mitte»

Und alle anderen interessanten Aussagen von Regierungsratskandidatin Maya Bally (BDP) in der Sendung «TalkTäglich» vom 26.10. im Konzentrat.

Bei der Frage wer dahinter stecken könnte, meint Bally, dass die Aktion gleich beim Stadteingang von Baden, vom Kappelerhof herkommend, wohl kein Jugendstreich sei. „Da ich derzeit auf Facebook von rechter und linker Seite attackiert werde, denke ich, dass dieser Akt kein Zufall ist.“ Es gebe einige Leute, die gegen ihre Kandidatur sind und ihr dies auch mitteilen. „Ich lasse mich aber nicht einschüchtern.“

Bleibe es bei diesem Einzelfall, werde sie wohl keine Anzeige machen. Dafür sei der Aufwand zu gross und bringe wohl auch nicht viel. Bally gibt sich trotz allem cool: In der aktuellen Situation gehöre gehässiges Getue wohl auch ein bisschen dazu.

7 Fragen, 7 Mal nur Ja oder Nein: Das sind die Positionen der Regierungsratskandidatinnen Feri, Bally und Roth in Sachen Atomausstieg, Burkaverbot oder Steuererhöhung.

7 Fragen, 7 Mal nur Ja oder Nein: Das sind die Positionen der Regierungsratskandidatinnen Feri, Bally und Roth in Sachen Atomausstieg, Burkaverbot oder Steuererhöhung.

(aus: «TalkTäglich» vom 26.10.2016)

Wo kein Kläger, auch kein Richter

Anzeigen wegen Verunstaltungen von Wahlplakaten gehen bei der Kapo Aargau laut Sprecher Roland Pfister nur vereinzelt ein. Dabei geht es um den Tatbestand der Sachbeschädigung – ein Antragsdelikt. Das heisst, die Polizei ermittelt in solchen Fällen nur, wenn sich der Beschädigte meldet. Ist Feuer im Spiel könnte je nach Umständen auch die Staatsanwaltschaft wegen Brandstiftung ermitteln.

Bei solchen Vandalenakten können die Beschädigten häufig gar nicht genau sagen, wann es passiert ist. Manchmal merken sie es erst Wochen später. Ohne genauen Zeitpunkt sei es schwierig, Spuren nachzugehen. Die Polizei prüfe in angezeigten Fällen aber alle Mittel im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Dazu gehört auch das Kontrollieren von Überwachungskameras. 

Autor

Deborah Onnis

Deborah  Onnis

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