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Skandal-Rapper will SVP-Politiker «ans Schweizer Kreuz nageln» – macht er sich strafbar?

«Bin Laden Rest in Peace» sagt der Luzerner Rapper Amko am Ende seiner neuen Single «Sturm». Zuvor beleidigt er Satiriker Andreas Thiel als «Hassprediger» und droht SVP-Politikern mit "Sprengstoff-Aktenkoffer".

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Während dreieinhalb Minuten rechnet Amko mit Exponenten der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ab. Er wünscht im Youtube-Video, das bereits im Mai erschienen ist, beispielsweise Lukas Reimann einen «positiven Aidstest und möchte Anian Liebrand, den ehemaligen Präsidenten der Junge SVP, «ans Schweizer Kreuz» nageln.

Der Höhepunkt der Pietätlosigkeit: Amko droht gegen Ende des Videos, dass er sich mit einem Aktenkoffer voller Sprengstroff auf den Weg mache. Die Politiker werden dann «weg vom Fenster sein». Und zum Schluss sagt er in die Kamera: «Bin Laden Rest in Peace.»

Ossama bin Laden findet Rapper Amko offenbar cool.
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Sorgt für Entrüstung: Rapper Amko aus Luzern.
Im Video sind immer wieder Wände zu sehen, die mit Porträtfotos vollgepinnt sind.
Lukas Reimann von der SVP ist auch an der Wand.
Ebenso SVP-Übervater Christoph Blocher.
Satiriker Andreas Thiel sei ein «Hassprediger».

Ossama bin Laden findet Rapper Amko offenbar cool.

youtube.com

Amko drohen drei Jahre Haft

Hat sich der Rapper wegen des Textes strafbar gemacht? «Ja», findet Internet-Rechtsexperte Martin Steiger. Er erklärt gegenüber «20 Minuten»: «Der Rapper begeht Persönlichkeits- und Ehrverletzungen, droht, fordert öffentlich zu Verbrechen auf und äussert sich menschenverachtend.»

Wenn es zu einer Anzeige kommt, droht Amko eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von maximal drei Jahren.

Reimann unternimmt nichts

Die SVP-Exponenten reagieren unterschiedlich auf den Videoclip. Anian Liebrand leitete das Video an seinen Anwalt weiter. Lukas Reimann hingegen unternimmt vorläufig nichts. Er sagt zu «20 Minuten»: «Solange das Video nicht gross beachtet wird und ich keine Auswirkungen spüre, verzichte ich darauf.»

Der Staatsanwaltschaft Luzern war das Video bisher nicht bekannt. Laut dem Sprecher liegen keine Kenntnisse über Anzeigen Betroffener vor.

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