An diesem Anlass kommt kein Aargauer Neuntklässler vorbei: der Aargauischen Berufsschau 2013.

An insgesamt 72 Ständen macht das kantonale Gewerbe den Schülern seine Lehrstellen schmackhaft.

Von der Agrarpraktikerin bis zum Zimmermann reicht die Palette, insgesamt werden 200 Lehrberufe vorgestellt. «An der Berufsschau wird praktisch jeder fündig», verspricht OK-Präsident Peter Fröhlich.

Der Lehrlingsmangel ist zurzeit in aller Munde. «Der Zweck der Berufsschau ist aber nicht, diesen zu bekämpfen», erklärt Fröhlich.

Das Konzept sei 2013 dasselbe wie zu der Zeit, als es noch einen Lehrlings-überschuss gab. Zudem soll die Schau kein Präsentierteller für weniger beliebte Berufe wie Metzger oder Haustechniker sein. «Alle Aussteller haben dieselben Voraussetzungen.»

Wirtschaft und Lehrer im Gespräch

Bei der letzten Berufsschau strömten 35 000 Neugierige nach Lenzburg. Dieses Jahr erwartet Fröhlich sogar 5000 mehr, denn: «Jeder Schüler der 9. Klasse erhielt eine persönliche Einladung.»

Auch die Lehrer wurden mobilisiert, damit möglichst viele Klassen im schulischen Rahmen an die Berufsschau reisen können.

Für sie gibt es neu einen «Teacher’s Corner». Dort werden sich Vertreter aus der Wirtschaft mit den Lehrern austauschen.

Konkret: «Die Regeln der Berufswelt sollen stärker in die Schule einfliessen: Werte wie Selbstverantwortung und Anstand vermittelt die Schule momentan zu wenig», beklagt Fröhlich.