Spreitenbach
Österreichische Firma «mömax» eröffnet erste Schweizer Filialen – auch im Aargau

Nach der Übernahme von sechs Interio-Filialen durch die österreichische Kette «mömax» ist es jetzt soweit: Am 5. August 2020 öffnen in Spreitenbach und Emmen die ersten Filialen des Unternehmens ihre Türen. Bis Ende November soll es sechs Standorte in der Schweiz geben.

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Eine der Filialen von «mömax» in Österreich.

Eine der Filialen von «mömax» in Österreich.

moemax.at

Ende November 2019 verkündete die Migros, dass sie sechs ihrer elf Interio-Filialen verkauft und dass deren Name aus der Schweizer Möbel-Landschaft verschwinden werde. Gekauft hat die sechs Filialen der österreichische Konzern XXXLutz. Und dieser wiederum macht sie zu einem Ableger seines Discounters «mömax». Nun werden die ersten beiden Standorte unter neuem Namen wiedereröffnet. In Spreitenbach und in Emmen öffnen die früheren Interio-Filialen unter dem Namen Mömax ihre Türen. Damit ist die Discount-Kette von «XXXLutz» ab 5. August auch in der Schweiz präsent.

Die aggressive Marktstrategie von XXXLutz

Bis ins Jahr 2019 hinein war die österreichische Firma XXXLutz in der Schweiz wenig bekannt. Als sie das Unternehmen Möbel Pfister kaufte, änderte sich dies schlagartig. Der österreichische Konzern fährt eine aggressive Strategie und setzt damit Schweizer Unternehmen stark unter Druck. Mittlerweile ist XXXLutz europaweit der zweitgrösste Möbelhändler – hinter dem schwedischen Spitzenreiter Ikea.

«Die Übernahme von sechs Interio-Standorten ermöglicht mömax einen schnellen Markteintritt in der Schweiz», erklärt Meinrad Fleischmann, Expansionsverantwortlicher von «mömax» Schweiz, in einer Medienmitteilung der Firma. «Nach Spreitenbach und Emmen folgen im Frühherbst die Eröffnungen Dübendorf sowie Bern-Schönbühl und bis im November St. Gallen-Abtwil und Pratteln», sagt Fleischmann weiter.

Die Verkaufsfläche der ehemaligen Interio-Filiale in Spreitenbach wurde erweitert. Die Kundschaft kann sich ab dem 5. August 2020 auf rund 5’500 Quadratmetern in Spreitenbach von Möbeln und Dekorationsartikeln inspirieren lassen. Die Eröffnungen sollen laut der Medienmitteilung «gebührend gefeiert» werden.

Zentrale ist im Aargau

Die Zentrale von «mömax» in der Schweiz befindet sich in Suhr. Von dort aus werden die sechs neuen Filialen in Dübendorf, Spreitenbach, Bern-Schönbühl, St. Gallen-Abtwil, Pratteln und Emmen gesteuert und geleitet. Der Grossteil der rund 200 ehemaligen Interio-Mitarbeitenden hat das Stellenangebot angenommen und wird unter der neuen Marke weiterbeschäftigt.

Das Konzept von «mömax» wurde 2002 in Österreich entwickelt. Das erste Möbelhaus des Unternehmens entstand im Oktober 2002 in Dornbirn in Vorarlberg. In den letzten 17 Jahren wurden über 80 weitere Filialen Deutschland, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Rumänien Bulgarien eröffnet. Ab sofort ist «mömax» auch in der Schweiz vertreten und verspricht sich besonders hierzulande grosse Erfolge, da man ja «gutes Design besonders preisgünstig» anbietet. (cri / chm)

Pfister-Stiftung gründet «Initiative Schweiz AG»

«Es sind noch keine Entscheide über die Verwendung des Verkaufserlöses gefallen», sagte Rudolf Obrecht, Verwaltungsratspräsident der F. G. Pfister Holding, Ende November 2019, wenige Wochen nach der Bekanntgabe des Pfister-Verkaufs an die «XXXLutz»-Gruppe.
Jetzt gibt es mehr Klarheit: Am Donnerstag wurde im Schweizerischen Handelsamtsblatt die Gründung der «Initiative Schweiz AG» publiziert. Zweck: «Auf gemeinnütziger Basis Förderung von Innovation und Unternehmertum zum Nutzen der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Ziel der Stärkung der Schweiz als Wirtschafts- und Lebensraum und als Werkplatz, insbesondere durch Erhalt bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen.» Die «Initiative Schweiz AG» hat ihr Domizil bei der F.G. Pfister Holding, Obrecht ist Vizepräsident. Als Verwaltungsratspräsident amtet Stefan Linder (ex Swiss Economic Forum). Die F.G. Pfister Holding ist im Besitz der F.G. Pfister Stiftung. (uhg)