Ordnungsbussen
Halten sich die Aargauer an die Corona-Massnahmen? – Polizei stellt gutes Zeugnis aus

Seit Anfang Februar können Polizisten Menschen büssen, die sich nicht an die Corona-Massnahmen halten. Im Aargau wird das kaum getan. Denn: Die Aargauerinnen und Aargauer verhalten sich vorbildlich.

Raphael Karpf
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Die meisten Aargauerinnen und Aargauer tragen die Corona-Massnahmen mit. Und tragen etwa an Bahnhöfen Masken.

Die meisten Aargauerinnen und Aargauer tragen die Corona-Massnahmen mit. Und tragen etwa an Bahnhöfen Masken.

Michael Küng

Wer zum Beispiel im Zug oder am Bahnhof keine Maske trägt, oder wer sich mit mehr als vier anderen Leuten trifft, kann seit diesem Monat eine Busse erhalten. Das war zuvor nicht möglich. Die Polizei konnte Menschen nur ermahnen – oder aber gleich ein aufwendiges Strafverfahren eröffnen.

Wie häufig Aargauer Polizisten bereits den Kugelschreiber gezückt haben, ist unklar. Eine solche Statistik würde man nicht führen, heisst es auf Anfrage. Noch bis am 14. Februar sei aber keine einzige Ordnungsbusse verteilt worden, sagte ein Sprecher der Aargauer Kantonspolizei zur «Sonntagszeitung».

Denn die Aargauerinnen und Aargauer würden sich vorbildlich verhalten. «Die Disziplin der Bevölkerung ist allgemein gut. Wir müssen nur in Einzelfällen aktiv werden», schreibt Mediensprecherin Aline Rey. Und in diesen Einzelfällen würde man primär auf Ermahnungen setzen. Nur wenn das nicht genüge, würde man Bussen aussprechen.

Vermehrte Kontrollen wegen schönem Wetter aktuell kein Thema

Es soll schön werden dieses Wochenende. Sonnig und über zehn Grad. Solches Wetter trieb bereits während der ersten Welle die Menschen massenhaft nach draussen, etwa an den Hallwilersee. Die Abstände konnten nicht mehr eingehalten werden. Einzelne Gemeinden im Kanton Zürich sperrten daraufhin reihenweise Parkplätze ab.

Und auch im Aargau verschärfte die Polizei ihre Kontrolltätigkeiten, gerade bei Ausflugszielen. Das sei aktuell aber kein Thema, schreibt Aline Rey. «Aufgrund von Wettervorhersagen ändern wir nicht unser Patrouillenkonzept.»