Die siebenteiligen, je 45 Meter langen Zugskompositionen des Typs "Tramlink" werden im Stadler-Werk im spanischen Valencia produziert. Die Fahrzeuge sind 2,4 Meter breit und weisen sieben Türen pro Seite auf.

Das Platzangebot besteht aus 88 Sitzplätzen, 16 Klappsitzen und 172 Stehplätzen. Die Züge sind voll klimatisiert. Technisch möglich ist eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Die Limmattalbahn wird aber maximal 60 km/h fahren. Die Züge erfüllen alle Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Das Zusammengehen der BLT und der AVA bei der Beschaffung führe zu erheblichen Synergien im Betrieb und Unterhalt, teilten die beiden Transportunternehmen am Dienstag mit. Das neue Fahrzeug wurde während des Beschaffungsprozesses von Fachexperten beider Unternehmen auf Herz und Nieren überprüft.

Die geplante Strecke der Limmattalbahn von Zürich-Altstetten nach Killwangen-Spreitenbach im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen:

Eine Fahrt mit der Limmattalbahn gefällig? Die geplante Strecke im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen.

BLT-Fahrzeuge für automatischen Betrieb ausgerüstet

Die BLT kann bei einem Auftragsvolumen von 60 Millionen Franken dank der gemeinsamen Beschaffung 3,3 Millionen Franken einsparen. Bei deren zehn Zügen kann schrittweise der automatische Betrieb der so genannten Stufe 2 eingeführt werden: Mit diesem System werden die Triebfahrzeugführer künftig durch Assistenzsysteme unterstützt.

Nach Freigabe der Fahrt durch den Fahrzeugführer erfolgt dabei die Fahrt bis zum geplanten Stopp an der nächsten Haltestelle automatisch. Der Fahrzeugführer überwacht allerdings die Fahrt vollständig und kann die Steuerung, ähnlich einem Tempomat bei einem Auto, jederzeit übernehmen.

Die Bestellung der neuen Fahrzeuge erfolgt bei der BLT anfangs April 2019, die Lieferung ab Ende 2021. Ab Dezember 2022 stehen die Niederflurfahrzeuge auf der Linie 19 den Fahrgästen zur Verfügung.

AVA spart mehr ein als BLT

Bei der AVA beträgt das Auftragsvolumen rund 43 Millionen Franken und die Ersparnis dank der gemeinsamen Bestellung 4.2 Millionen Franken. Die grössere Ersparnis gegenüber der BLT sei eine Folge der unterschiedlichen Spezifikationen, sagte AVA-Sprecher Erwin Rosenast auf Anfrage.

Die AVA will ihre Fahrzeuge im Herbst 2019 definitiv bestellen. Die Zugskompositionen kommen ab Fahrplanwechsel im Dezember 2022 auf der Strecke zwischen Killwangen-Spreitenbach und Zürich-Altstetten zum Einsatz.