Der Zug war weg und und sie stand verschwitzt und fluchend auf dem Perron. Nun würde sie kaum mehr rechtzeitig zur Hochzeit der Schwester kommen. Und sowieso: Die fein zurechtgemachten Haare standen nach dem Spurt zum Bahnhof in alle Richtungen.

Da sagte eine Stimme: «Entschuldigung, ist das Ihr Schal?» Sie drehte sich um. Ein junger Mann stand vor ihr und hielt ihr den Schal entgegen, den sie auf der Treppe zum Perron verloren haben musste.

Sie bedankte sich und war schon etwas weniger genervt. Der Typ gefiel ihr. Ärgerlich, dass ihr in der Hetze nun nichts einfiel, um ein Gespräch zu beginnen. Später zog ihre Mutter tadelnd die Augenbrauen hoch, als die junge Frau nur knapp vor dem Brautpaar in die Kirche huschte. Wenn die Mutter damals gewusst hätte, dass ihre zweite Tochter gerade ihren Mann fürs Leben getroffen hatte, wäre sie wohl weniger streng gewesen.

Aber es dauerte ohnehin noch einen Monat, bis die beiden sich zufällig am Bahnhof wieder sahen und doch noch miteinander ins Gespräch kamen.

So oder ganz anders beginnen Liebesgeschichten. Es sind Zufälle und aussergewöhnliche Anflüge von Mut, die darüber entscheiden, ob zwei sich finden oder einander fremd bleiben.

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