Vorschlag
Keine Menschenmassen dank «Personal Shopping»: FDP-Nationalrätin Maja Riniker will lokales Gewerbe unterstützen

Die Aargauer FDP-Nationalrätin Maja Riniker spricht im «Tagesgespräch» über das Thema «Personal Shopping». Sie erklärt, was damit gemeint ist und geht darauf ein, ob das für die Geschäfte ein Weg ist, damit sie trotz Corona offen haben könnten.

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Ausgerechnet vor Weihnachten müssen Aargauer Geschäfte schliessen. «Die Situation ist schwierig und es gibt auch Handlungsbedarf», sagt FDP-Nationalrätin Maja Riniker im Tagesgespräch von TeleM1. Allerdings sei es fraglich, ob es wirklich diese einschneidenden Massnahmen gebraucht habe, die der Regierungsrat für den Aargau beschlossen hat.

Riniker hat aber nicht nur Kritik, sondern auch einen Vorschlag, wie man das Problem lösen könnte: «Ich würde es begrüssen, wenn die Aargauerinnen und Aargauer zur Unterstützung des Kleingewerbes im 1:1 Personal Shopping die Geschäfte betreten könnten.» Konkret sähe das so aus: Ein Kunde müsste vorgängig einen Termin abmachen und könnte dann vom Verkäufer zur vereinbarten Zeit an der Türe abgeholt werden, um beispielsweise Spiel oder Bastelwaren einzukaufen. Dies natürlich unter Einhaltung der Schutzkonzepte.

Ein Spiel könne man doch einfach auch bei der Migros kaufen, wendet Moderator Adrian Remund ein. «Genau das stört mich. Wir haben aus der ersten Welle gelernt, dass wir das lokale Gewerbe unterstützen sollen, das sollte doch auch jetzt möglich sein», erklärt Riniker. Der Regierungsrat schreibe ja in seiner Mitteilung, dass die Abholung von Waren vor Ort weiterhin möglich sei. «Vielleicht müssen wir auch einfach über die Kommunikation reden», so die FDP-Nationalrätin.

Dass die technischen Möglichkeiten fehlen würden, um so ein Konzept umzusetzen, glaubt Riniker nicht: «Wir sind doch alle flexibel geworden. Entweder man hat bereits ein IT-Reservationssystem oder macht die Termine per Telefon ab.»

Die Härtefallregelung alleine sei nicht die Lösung: «Das Gewerbe möchte doch auch arbeiten und den Kontakt zu den Kunden spüren. Es geht nicht nur ums Geld.» (kob)