Rekord-Ausschüttung

Kantonalbank-Erfolg spült 99 Millionen in die Aargauer Staatskasse

Die Kantonalbank zahlt nach einem erfolgreichem Geschäftsjahr einen hohen Gewinn aus.

Die Kantonalbank zahlt nach einem erfolgreichem Geschäftsjahr einen hohen Gewinn aus.

Vom erfolgreichen Geschäftsgang der Aargauischen Kantonalbank profitiert auch der Kanton. Er erhält 4,5 Millionen Franken mehr als budgetiert.

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) gehört zu 100 Prozent dem Kanton Aargau. Wenn es ihr gut geht, profitiert der Kanton als ihr Besitzer. Das war in der Ära des 2016 in Pension gegangenen CEO Rudolf Dellenbach der Fall. Und es geht im ersten Jahr des neuen CEO Pascal Koradi so weiter. Erneut kommt es zu einer Rekord-Gewinnablieferung. Die AKB schlägt dem Kanton für das Geschäftsjahr eine Zahlung von 99 Millionen Franken vor. Dieser Betrag sei mit der Regierung abgesprochen, sagte AKB-Bankratspräsident Dieter Egloff an der Bilanz-Medienkonferenz.

Die neue Rekordmarke werde erreicht, «obwohl der Kanton Aargau im Vorjahr nebst der ordentlichen Gewinnablieferung von 68 Millionen Franken eine Zusatzausschüttung von 23 Millionen Franken erhalten hatte». Insgesamt, so der neue CEO Koradi, gehen gar 109,7 Millionen Franken an den Kanton. Dieser erhält nämlich nebst der Gewinnablieferung weitere 10,7 Millionen Franken als Abgeltung für die Staatsgarantie.

Aber holt der Kanton nicht doch zu viel Geld aus seiner erfolgreichen Kantonalbank heraus, wurde an der Medienkonferenz gefragt. SVP-Fraktionschef Jean-Pierre Gallati hat letztes Jahr im Grossen Rat in der Diskussion um eine Erhöhung der Ausschüttung auf damals 91 Millionen Franken diese Befürchtung geäussert.

Pascal Koradi zu den AKB-Geschäftszahlen 2016

Pascal Koradi zu den AKB-Geschäftszahlen 2016

Der CEO der Aargauischen Kantonalbank, Pascal Koradi, nimmt Stellung zu den präsentierten Geschäftszahlen. Unter anderem auch zur Rekord-Gewinnabgabe.

Kanton höchst erfreut

Der Kanton rechnete im Budget 2017 mit einer AKB-Gewinnausschüttung von 94,5 Millionen Franken. Jetzt fällt sie um 4,5 Millionen Franken höher aus. «Das ist sehr erfreulich, weil es auch zeigt, dass die Aargauische Kantonalbank eine sehr solide Arbeit gemacht hat», sagt dazu der kantonale Finanzdirektor Markus Dieth. Massgebend für die Ausschüttung sei ja die Gesamtkapitalquote von 16,2. Diese liege deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen, betont Dieth.

Der Kanton habe das so gewollt, «schliesslich wollen wir unsere Bank keineswegs aushöhlen», so der Finanzdirektor weiter. Dieser «schöne Betrag Betrag» (Dieth) kommt aber nicht ganz der laufenden Rechnung zugute. Von der Gewinnausschüttung fliessen rund 55 Prozent in die ordentliche Rechnung, 45 Prozent dienen der Schuldentilgung. (MKU)

Lesen Sie auch den Kommentar von Mathias Küng.

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