Nach Türsteher-Prozess

Junge BDP fordert Zulassungspflicht für Sicherheits-Angestellte

Der Security-Job sei ein anspruchsvoller, findet die Junge BDP.

Der Security-Job sei ein anspruchsvoller, findet die Junge BDP.

Nicht alle Sicherheitsleute müssen vor ihrem Einsatz von der Polizei überprüft werden. Die Junge BDP will, dass sich dies ändert. Denn nicht alle Personen seien für diesen Job geeignet. Das zeigt ein aktueller Prozess aus Baden.

Am Mittwoch verurteilte das Bezirksgericht Baden einen Türsteher wegen schwerer Körperverletzung zu zwei Jahren Haft. Der verurteilte Kampfsportler hatte einen betrunkenen Clubbesucher derart traktiert, dass dieser unter anderem einen Schädelbruch sowie eine Hirnbblutung erlitt.

Unabhänging davon greift jetzt die Junge BDP das Thema auf. Die Jungpartei fordert den Beitritt des Kantons zum Konkordat über private Sicherheitsdienstleistungen. So will die Junge BDP verhindern, dass im Aargau vorbestrafte Personen als Security-Mitarbeiter angestellt werden.

«Gerade als junge Leute kommen wir besonders oft in Kontakt mit privatem Sicherheitspersonal», sagt Jungparteipräsident Philipp Tschopp. Aus eigener Erfahrung wüssten Mitglieder der Jungen BDP, «dass dieser Beruf teilweise auch Personen anspricht, die für die Ausübung dieses anspruchsvollen Metiers nicht geeignet sind».

Zulassung nicht in jedem Fall Pflicht

Mit dem Beitritt zum Konkordat würde laut Tschopp eine Lücke geschlossen: «Bislang unterliegen nur Angestellte von Sicherheitsfirmen einer Bewilligungspflicht. Türsteher und Sicherheitsangestellte, die direkt bei einem Auftraggeber angestellt sind, müssen dagegen nicht polizeilich zugelassen werden», erläutert er.

Vor bald drei Jahren wollte der Regierungsrat dem Konkordat schon einmal beitreten. Damals wurde die Vorlage aber auf Antrag von SVP-Grossrat Jürg Stüssi-Lauterburg zurückgewiesen. «Seither tat sich in diesem Bereich leider nichts mehr», bedauert Tschopp.

Nun fordert die Junge BDP die Regierung auf, das Beitritts-Begehren wieder vorzulegen. «Wir stehen in Kontakt mit BDP-Fraktionschefin Maya Bally, die mit der Grossratsfraktion überprüft, wie das Anliegen politisch wiederbelebt werden kann», erklärt Tschopp. Bally sagt auf Anfrage: «Wir planen, an der nächsten Grossratssitzung am Dienstag einen entsprechenden Vorstoss einzureichen.»

Lesen Sie hier den Kommentar zum Thema.

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